Melanie Buhl

Autorin

Autor: Melanie Buhl (Seite 2 von 10)

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Ruma

Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2019
264 Seiten
Preis: 9,90 €
ISBN: 978-3-945346-73-0

Die Special Edition, als Hardcover mit LesebĂ€ndchen, ist nur direkt bei mir erhĂ€ltlich: Preis: 12,90 €

Verlag: Fabuloso Verlag, Bilshausen

Bestellungen: Direkt bei mir oder bei Amazon.

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Dieser Roman ist meine persönliche Interpretation der beiden Sagen um die Nixe Rhuma/Ruma und den RĂŒdershĂ€user Mahnehund.
UrsprĂŒnglich inspiriert zu dieser Geschichte wurde ich bei einem der unzĂ€hligen SpaziergĂ€nge an der Rhumequelle. Dort hĂ€ngt eine kleine Tafel, auf der mit wenigen SĂ€tzen die Geschichte der traurigen Nixe, die der Quelle den Namen gab, zu lesen ist.
Diese Geschichte ist sehr kurz und ließ mir viel Platz fĂŒr eigene Gedanken, Fantasien und Inspirationen. Warum ist das alles so gekommen? Warum nicht anders? Was passierte danach? Alles Fragen, die mich zum Schreiben motivierten.
Immer wieder bin ich zum Ort des Geschehens, der Rhumequelle, gepilgert und habe Ruma nachgespĂŒrt.
Wie hat sie gelebt? Hatte sie Eltern, Geschwister, Freunde? Wie hat sie die einzelnen Geschichten und Begebenheiten erlebt?
Wer kannte sie? Vielleicht der RĂŒdershĂ€user Mahnehund? Und was ist ĂŒberhaupt mit seiner Geschichte? Dessen Sage ist noch kĂŒrzer als die, der Nixe Ruma und setzte in meiner Fantasie ein Ă€hnliches Gedankenkarussell in Gang.
Wenn ich an der Quelle saß und ganz still war, dann kamen die Ideen von allein, als wĂŒrde Ruma mir dort ihre eigene Geschichte erzĂ€hlen 
 es ist ein mystischer Ort. Voller Magie 


Wer die Rhumequelle noch nicht kennt, sollte einmal dorthin wandern. Es lohnt sich.

Ich hoffe, dass viele Leser Gefallen an meiner Ruma finden.

Und wer weiß 
 vielleicht kommen diese Leser dann in unsere schöne Heimat, ins Eichsfeld, um selber auf den Spuren von Ruma und dem Mahnehund zu wandeln 

Ich wĂŒrde mich sehr darĂŒber freuen ­– und Ruma sicherlich auch!

Am Ende des Buches befindet sich ein Anhang. Dort habe ich die Personen und Orte dieser Geschichte und, soweit vorhanden, ihren realen Hintergrund erklÀrt.
Auch ĂŒber die Unterschiede in den Sprachen der Zwerge, Riesen und Menschen findet man dort eine ErlĂ€uterung.

Aber nun lehnt euch zurĂŒck und lasst euch entfĂŒhren in Rumas Welt!

Melanie Buhl

 

Hier gehtÂŽs zur Leseprobe

Prolog

Mörderisches Geschrei riss mich aus dem Schlaf. Voller Panik sprang ich auf und rannte zu dem mit dichten VorhĂ€ngen zugezogenen Fenster. Mit aller Kraft zog ich den schweren Stoff beiseite. Was ich draußen sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Der Himmel glĂŒhte orangerot vom Feuerschein, der seinen Ursprung im ĂŒbernĂ€chsten Tal, das die Grenze markierte, hatte. Riesige Flammen loderten gen Himmel und beißender Rauch zog ĂŒber das Land herauf zu uns. Ich sah, wie die Wachen das schwere Burgtor öffneten. Rußverschmiert und mit verbrannten GewĂ€ndern stĂŒrmten unsere Krieger von draußen in den gerĂ€umigen Burghof. König Haldor mitten unter ihnen. Das Burgtor wurde hinter den MĂ€nnern sorgsam wieder verschlossen. Vermutlich waren die Feinde unseren Kriegern dicht auf den Fersen.

Ich zog die VorhĂ€nge wieder zu, warf mir einen langen Mantel ĂŒber und rannte hinunter in den Burghof.

Dort sah ich König Haldor, der seine Rede mit deutlichen Gesten untermalte: „Ich stand direkt vor ihm! Unsere Waffen hieben bereits aufeinander und ich war sicher, heute wĂŒrde ich ihn besiegen, als ein donnernder Schlag und ein greller Blitz uns auseinandertrieben! Thor hatte seinen mĂ€chtigen göttlichen Hammer zwischen uns geworfen. Er traf eine alte Eiche, die mit schaurigem Ächzen lĂ€ngs des Stammes auseinanderbrach und danach in Flammen aufging. Rusow und ich sprangen gleichzeitig zurĂŒck und als das Feuer auf die anderen BĂ€ume ĂŒbergriff, rannten wir beide um unser Leben.

Jeder zog sich zurĂŒck auf sein Gebiet und wir riefen auch unsere Krieger dorthin.“

Ich schauderte. Eine Schlacht so dicht an unserer Burg? Das hatte es, so lange ich mich erinnern konnte, nicht gegeben. Waren die Riesen mit ihrem König Rusow wirklich geflohen oder schlichen sie sich in diesem Moment, im Schein des Feuers, an die Burg heran? Angst ergriff mich. Was wĂŒrde passieren, wenn die Riesen unser Heim eroberten? WĂŒrden sie uns alle umbringen? Die Frauen und MĂ€dchen womöglich vergewaltigen? Da war der Tod sicher das bessere Los. Den grausamen Riesen war das alles ohne Weiteres zuzutrauen. Die alten Geschichten waren voll gruseliger Begebenheiten, die von den gewaltbereiten und tölpelhaften Riesen handelten. Niemand von uns wollte so etwas erleben.

Der Wind trieb die Flammen dichter und dichter an unser Zuhause heran. Der beißende Rauch nahm uns die Luft zum Atmen. Trotzdem standen wir, die Bewohner von Sachsenstein, wie erstarrt im Burghof und sahen entsetzt auf die sich nĂ€herfressenden Flammen, als es erneut einen Donnerschlag gab. Der Himmel öffnete sich und schleuderte sein Wasser nur so heraus! In Minutenschnelle war der Brand gelöscht, aber der Regen hörte nicht auf. Wir zogen uns unter die ĂŒberdachten Bereiche des Hofes zurĂŒck, doch der Regen erreichte uns bald auch dort. Haldor schrie, wir sollten uns ins Innere der Burg zurĂŒckziehen. Wir gehorchten – wie es sich fĂŒr gehorsame Untertanen gehörte.

Tagelang prasselte der Regen auf uns herab.

Waren die feindlichen Riesen noch in der Gegend, als die Sonne endlich wieder hervorkam? Das war die drÀngendste Frage, die uns umtrieb.

 

Ich bin Ruma

Vor undenklich langer Zeit, als Zwerge und Riesen unser Land bewohnten, als selbst Menschen noch die wahre Magie fĂŒhlen konnten, da nahm meine Geschichte ihren Anfang.

Mein Name ist Ruma, ich bin die Tochter des letzten Zwergenkönigs Haldor und seiner Königin Narima, die in Wirklichkeit ein Wassergeist war.

Heute bin ich ein Geist des Wassers oder wie meine Art in manchen Gegenden der Menschen genannt wird, eine Nixe, Nymphe oder Meerjungfrau.

Das mit der Jungfrau ist zwar so nicht ganz richtig, denn ich hatte einst einen Geliebten und sogar einen Sohn, aber ich lasse es so gelten. Die Menschen wissen es nicht besser und können es auch nicht verstehen, denn die uralten Kenntnisse von der Wandelbarkeit der Geschöpfe sind ihnen schon lange abhandengekommen.

Geboren wurde ich als menschenĂ€hnliches Mischwesen. Wie es dazu kam, dass ich heute nur als Wassergeist mein Dasein friste, möchte ich euch gern erzĂ€hlen 


Hier gehtÂŽs zu den Rezensionen

E-Mail von R.E. 3. Juni 2019

Hallo Melanie,
ich habe Dein Buch zu Ende gelesen. Gestern konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und musste bis zum bittersĂŒĂŸen Ende durch.
Da ist dir wieder eine sehr schöne Geschichte gelungen. ZunĂ€chst sehr anrĂŒhrend und romantisch, dann aber hochdramatisch und so spannend, dass ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte entwickelt.
Dein Buch war, wie schon die beiden vorigen, leicht zu lesen, machte stĂ€ndig Appetit auf mehr und ist von seiner Konzeption her (hier meine ich die VerknĂŒpfung von regionalen Sagen zu einer fantastischen Geschichte) richtig gut gelungen.
Besonders habe ich mich ĂŒber die ‚Special Edition‘ gefreut, da man als E-Book-Leser gar nicht mehr gewohnt ist, sich die jeweilige Seitenzahl zu merken. Das BĂ€ndchen war fĂŒr mich sehr hilfreich.


Dir wĂŒnsche ich erst einmal alles Gute und natĂŒrlich viel Erfolg fĂŒr deine Ruma!
Herzliche GrĂŒĂŸe
R.E.

***

Über Facebook von K.-J. Merten 3.06.2019

Hallo Melanie,
ich habe dein Buch „Ruma“ gefressen!
Meist lese ich mehrere BĂŒcher nebeneinander – als ich mit „Ruma“ begonnen habe, waren die anderen BĂŒcher „out“! Ich habe dein Buch verschlungen! Das ineinander Verweben: Sage-Fantasie ist dir sehr gelungen – zumal wenn man sich die realen Orte (Rhumequelle…) anschaut und in Gedanken neu entdeckt/erlebt … Gerade fĂŒr Jemanden, der die Örtlichkeiten auch in verschiedenen „Stimmungen“ kennt, ist dies ein fantastischer Roman – man kann das Buch erst aus der Hand legen, wenn man den Schluss „erlebt“ hat!
Fantasie – Historie – Spannung bis zum Schluss – was will man mehr!
FĂŒr dich und dein Werk wĂŒnsche ich viel Erfolg und … den Lesern und mir noch manche „unentdeckte“ Sage!
Herzliche GrĂŒĂŸe
K.-J. Merten

***

Weitere Rezensionen im Internet:

Hier findet ihr die Amazon-Rezensionen.

Die Rezensionen auf Lovelybooks findet ihr hier.

Hier geht es zu der Rezension von Tina MĂŒller auf ihrem Blog Buchnotizen.

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Der Countdown lĂ€uft …

Mein Ruma-Projekt ist in das nĂ€chste Level aufgestiegen😉

Textblock und Cover sind fertig. Jippieeee!
Der Probedruck ist in Auftrag gegeben. Nun heißt es warten …

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Ruma … und es geht voran

Es gibt so Tage, die sind einfach schöner als andere!
Mein Tag begann heute mit einem wunderbaren Telefonat 😍!
Meine liebe Lektorin Michaela Schreier hat mir heute frĂŒh so ein tolles Feedback zu meinem Manuskript gegeben, dass ich den ganzen Tag schon wie auf Wolken schwebeđŸ™†â€â™€ïž
Und weil das so ist, kommt hier fĂŒr euch (oben im Bild) der erste Satz des 1.Kapitels.

 

***

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Adventskalender 2018

Im Laufe des vergangenen Jahres sind mir oft Zitate bekannter Schriftsteller und Autoren ins Auge gesprungen.
Die meisten, die dicke BĂŒcher und lange Geschichten verfassen, hinterlassen ihrer Leserschaft auch kurze, oft zum Nachdenken anregende Lebensweisheiten.

Die, die mir am besten gefallen haben, habe ich fĂŒr euch gesammelt und in diesem Adventskalender zusammen gestellt.

Ab 1. Dezember werde ich hier jeden Tag ein Zitat posten. Schaut gern immer mal wieder herein!

Ich wĂŒnsche euch eine ruhige und besinnliche Adventszeit!

FĂŒr eine grĂ¶ĂŸere Ansicht, einfach auf das Bild klicken!

Adventskalender 2018

Im Laufe des vergangenen Jahres sind mir oft Zitate bekannter Schriftsteller und Autoren ins Auge gesprungen.
Die meisten, die dicke BĂŒcher und lange Geschichten verfassen, hinterlassen ihrer Leserschaft auch kurze, oft zum Nachdenken anregende Lebensweisheiten.

Die, die mir am besten gefallen haben, habe ich fĂŒr euch gesammelt und in diesem Adventskalender zusammen gestellt.

Ab 1. Dezember werde ich hier jeden Tag ein Zitat posten. Schaut gern immer mal wieder herein!

Ich wĂŒnsche euch eine ruhige und besinnliche Adventszeit!

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Die Zeit – wie sie uns in Geschichten begegnet und welche Möglichkeiten sich uns als Autoren auftun

Hier zum Nachlesen mein Beitrag zur Creativo Herbstlesung
in der Stadtbibliothek Duderstadt am 5. Oktober 2018:

Zeit – sie kann quĂ€lend langsam vergehen, bis zum gefĂŒhlten Stillstand und in einer anderen Situation rasend schnell an uns vorbeirauschen. Jeder kennt das!

Aber was genau ist denn nun die Zeit? Albert Einstein, der große Experte fĂŒr Zeit und Raum, sagte ganz pragmatisch: Zeit ist das, was man an der Uhr abliest.
Aber ist es so einfach? Ich hab mal versucht, dem PhÀnomen Zeit auf den Grund zu gehen.

Bei Wikipedia steht: Die Zeit ist eine physikalische GrĂ¶ĂŸenart…. Die Zeit beschreibt die Abfolge von Ereignissen, hat also im Gegensatz zu anderen physikalischen GrĂ¶ĂŸen eine eindeutige, unumkehrbare Richtung.

Wenn man der RelativitÀtstheorie folgt, dann ist auch das zu kurz gegriffen, denn Zeit ist nicht nur eine Abfolge, sondern bildet mit dem Raum eine vierdimensionale Raumzeit.

Albert Einstein erklĂ€rte die RelativitĂ€t so: Wenn man zwei Stunden lang mit einem MĂ€dchen zusammensitzt, meint man, es wĂ€re eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wĂ€ren zwei Stunden. Das ist RelativitĂ€t

Zeit definiert sich also darĂŒber, was man macht und wie man sein Tun gerade empfindet. Zeit vergeht fĂŒr jeden und in jeder Situation anders.

Steigt man noch tiefer in die moderne Physik ein und beschÀftigt sich mit der Quantenmechanik, dann wird es noch verwirrender. In diese Bereiche möchte ich jetzt aber nicht eintauchen, da ich es selbst, wenn auch sehr interessant finde, nicht völlig verstehe.

Ich möchte mich bei der Betrachtung der Zeit auf die Ebenen beschrĂ€nken, die uns Autorinnen und Autoren zur VerfĂŒgung stehen. Denn Francis Bacon, ein englischer Philosoph, sagte: BĂŒcher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.

Oder um es mit Thomas Carlyles (schottischer Essayist und Historiker) Worten zu sagen: In BĂŒchern liegt die Seele aller gewesenen Zeit.

Wir haben in unseren Geschichten, Gedichten und Romanen eine schier unendliche FĂŒlle an Möglichkeiten mit der Zeit zu spielen.
Wir können unsere Leser in vergangene und zukĂŒnftige Welten entfĂŒhren, wir können mĂŒhelos hin und her springen und je nach ErzĂ€hlperspektive von Geschehnissen, die an vielen verschiedenen Orten gleichzeitig ablaufen, berichten.

Die Protagonisten, die wir erschaffen und die Welten in denen sie leben, können nahezu unsterblich werden. Zumindest so lange sie von Menschen gelesen werden. FĂŒr sie spielt Zeit keine Rolle.
Nehmen wir als Beispiel Karl Mays Winnetou. Ihn kennt fast jeder, auch wer die BĂŒcher nie gelesen hat. Ich hab so manche TrĂ€ne vergossen, als er im letzten Band starb! Aber – ich kann seine Zeit zurĂŒckdrehen und seine Geschichte wieder und wieder von vorn lesen. Er stirbt nicht wirklich, denn in meinem Kopf bleibt er stets lebendig und somit zeitlos.
Auch seine Welt geht nie unter, mögen die Weißen in den BĂŒchern noch so hart mit den Indianern umgehen.
Ebenso ist Tolkiens Welt Ea, in der auch Mittelerde liegt und in der wiederum Der Herr der Ringe, Der kleine Hobbit oder Das Silmarillion spielen, fĂŒr Leser und Fans unvergĂ€nglich. Hogwarts, Avalon, Tatooine, phantastische Welten aller erdenklichen Arten, die Liste der Beispiele könnte jeder fĂŒr sich endlos fortsetzen.
Die Zeiten, in denen diese Geschichten spielen, empfinden wir, wenn wir in die Geschichten eintauchen, fĂŒr eine Weile auch als unsere Zeiten. Selbst wenn die betreffende Zeit nicht nĂ€her definiert ist. Bei Star Wars heißt er nur: Vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxis. Obwohl lediglich der Ort fremd ist, empfinden wir auch die Zeit als fremd. Und auch wenn es heißt: vor langer Zeit, meinen doch die meisten, das Sci-Fi-WeltraummĂ€rchen wĂŒrde in der Zukunft spielen.

Gerade in der Science-Fiction haben wir grandiose Möglichkeiten mit der Zeit zu spielen. Wir können nicht nur unsere Leser in verschiedene Zeiten und an ferne Orte fĂŒhren, sondern auch unsere Protagonisten auf Zeitreisen schicken. In die Zukunft, in die Vergangenheit und auch immer wieder hin und her. Die sich hier ergebenden Verwirrungen und wie vielfĂ€ltig Autoren sie lösen, finde ich sehr spannend. Zum Beispiel: was könnte passieren, wenn jemand in die Vergangenheit reist, seine eigene Großmutter heiratet oder seinen Urgroßvater umbringt?
Oder anders herum, wenn jemand in die Zukunft reist und die Lottozahlen von der nĂ€chsten Woche erfĂ€hrt? Ganz knifflig wird es, wenn jemand in die Zukunft nach seinem eigenen Tod reist, seine Todesursache erfĂ€hrt, dann wieder ein StĂŒck zurĂŒckreist und seinen Tod verhindert?
Ich muss aber manchmal auch Star Treks Captain Janeway vom Raumschiff Voyager recht geben: Solche Zeitparadoxien können zu Kopfschmerzen fĂŒhren.

Was bedeutet das fĂŒr uns Autorinnen und Autoren?
Wir haben eine gewisse Verantwortung gegenĂŒber unseren erschaffenen Figuren und Welten. Wir mĂŒssen sehr darauf achten, dass sie und ihre Handlungen im Rahmen ihrer eigenen Zeit und physikalischen Gesetze logisch sind. Unrealistische bzw. unlogische HandlungsstrĂ€nge machen beim Lesen keinen Spaß.
Nehmen wir als Beispiel Harry Potter. Die Zauberer in seiner Welt, die ja eigentlich nur eine Welt innerhalb unserer Welt ist, sind trotz Magie nicht allmĂ€chtig. Alle Zauber, die sie verwenden, folgen ihren eigenen, ich nenne sie mal: Rowling’schen Gesetzen. Tote können nicht wieder lebendig werden und manche Dinge, wie Rons Zauberstab, lassen sich einfach nicht reparieren.

Logische und realistische Figuren und Welten bleiben den Lesern in deutlicherer Erinnerung und können auch reale Zeiten ĂŒberdauern.
Dabei ist es unerheblich, ob der Protagonist leidet, stirbt oder sogar seine Welt untergeht. Ja, es fĂŒhrt mitunter zu einem sehr viel bleibenderen Eindruck, wenn die Geschichten kein Happy-End haben!

Einige Protagonisten spekulieren selbst ĂŒber das Wesen der Zeit. Als Abschluss möchte ich hier erneut aus Star Trek zitieren. Captain Jean-Luc Picard von der Enterprise D und E sagte: Jemand hat mir mal gesagt, die Zeit wĂŒrde uns wie ein Raubtier ein Leben lang verfolgen. Ich möchte viel lieber glauben, dass die Zeit unser GefĂ€hrte ist, der uns auf unserer Reise begleitet und uns daran erinnert, jeden Moment zu genießen, denn er wird nicht wiederkommen. Was wir hinterlassen ist nicht so wichtig wie die Art, wie wir gelebt haben. Denn letztlich … sind wir alle nur sterblich.

 Melanie Buhl, zur Herbstlesung der Creativo 2018

Weil wir in diesem Jahr eine Anthologiepause eingelegt haben,
haben wir die Texte der Herbstlesung in einer kleinen BroschĂŒre zusammengefasst.
Sie konnte nach der Lesung fĂŒr 2,-€ erworben werden.

Es gibt noch ein paar Restexemplare!
Wer alle BeitrÀge, Geschichten und Gedichte noch einmal lesen möchte,
der kann die Hefte zzg. Versand bei mir bestellen.
Nur solange der Vorrat reicht!

 

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Geheimnis gelĂŒftet

Jetzt ist es endlich raus! Das Geheimnis, um wen oder was es in meinem neuen Roman geht, habe ich nun endlich gelĂŒftet!

Nachdem ich ungefÀhr vier Jahre an der Idee gefeilt, seitenweise Notizen gemacht und wieder verworfen habe, durfte ich vor einigen Wochen sagen: das Manuskript von 200 Normseiten ist fertig!
Naja … fertig soweit, dass momentan einige Testleser damit beschĂ€ftigt sind, mir ein Feedback zu geben, sowie Schwachstellen und Plot-Fehler aufzuzeigen. Und dann geht’s selbstverstĂ€ndlich noch zu meiner Lektorin …

Ja, aber worum geht es?

Wie ich schon einige Male angedeutet habe, geht es um eine regionale Sagengestalt. Eigentlich um mehrere 😉

Es ist … tadadaaaa …
die Rhumenixe
Ruma.
Und in weiteren Hauptrollen: der Riese Romar und der RĂŒdershĂ€user Mahnehund mitsamt seinem Herrn.

Inspiriert wurde ich bei einem der unzÀhligen SpaziergÀnge an der Rhumequelle. Dort hÀngt eine kleine Tafel, auf der mit wenigen SÀtzen die Geschichte der traurigen Nixe, die der Quelle den Namen gab, zu lesen ist.

Diese Geschichte ist sehr kurz und ließ mir vieeel Platz fĂŒr eigene Gedanken, Fantasien und Inspirationen. Warum ist das alles so gekommen? Warum nicht anders? Was passierte danach? Alles Fragen, die mich zum Schreiben motivierten.

Immer wieder bin ich zum Ort des Geschehens, der Rhumequelle gepilgert und hab Ruma nachgespĂŒrt. Wie hat sie gelebt? Hatte sie Eltern, Geschwister, Freunde? Wie hat sie die einzelnen Geschichten und Begebenheiten erlebt?

Wenn ich an der Quelle saß und ganz still war, dann kamen die Ideen ganz von allein, als wĂŒrde Ruma mir dort ihre eigene Geschichte erzĂ€hlen … es ist ein sehr mystischer Ort. Voller Magie …

Wer die Rhumequelle noch nicht kennt, sollte einmal dort hin wandern. Es lohnt sich, wie man auf dem Bild oben sieht!

Ja ­ und vor ein paar Tagen habe ich dann bei einer Lesung in Rhumspringe, den Landfrauen vom Rhumetal aus meiner Ruma vorgelesen. Sie, die die Originalgeschichte der Ruma in- und auswendig kennen, haben aufmerksam meiner Geschichte gelauscht. Sie sind sehr gespannt wie es weiter geht und möchten informiert werden, sobald das Buch erscheint.

Das wird aber leider noch ein bisschen dauern.
Wenn meine Testleser fertig sind, dann geht das Manuskript an meine Lektorin. Wenn alle Korrekturen und VerÀnderungen gemacht sind, folgt die Gestaltung des Covers und das Setzen des Textes vom Verlag.

Ich hoffe, dass einmal viele Leser Gefallen an Ruma finden werden.
Und wer weiß … vielleicht kommen diese Leser dann in unsere schöne Heimat, ins Eichsfeld, um selber auf den Spuren von Ruma zu wandeln …

Ich wĂŒrde mich sehr darĂŒber freuen, und Ruma auch!

 

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Pseudonyme fĂŒr Autoren

Jeder von uns kennt BĂŒcher, die nicht unter dem echten Namen des jeweiligen Autors oder der Autorin veröffentlich wurden. Mark Twain zum Beispiel hieß in Wahrheit Samuel Langhorne Clemens. Habt ihr das gewusst?
Manchmal lassen die Namen nicht gleich erkennen, ob die BĂŒcher von einer Frau oder einem Mann geschrieben wurden. Bekanntes Beispiel ist J.K. Rowling.
Warum nutzen manche also ein Pseudonym? Ist es sinnvoll und welche Dinge muss man dabei beachten, wenn man selber unter Pseudonym schreiben möchte?

Die GrĂŒnde fĂŒr ein Pseudonym

Die GrĂŒnde um ein Pseudonym zu nutzen sind sehr vielfĂ€ltig. Vielleicht klingt der Realname nicht besonders gut, ist langweilig oder passt nicht zum Genre. Wer kauft denn Thriller von Gretchen MĂŒller?
Oder der Autor möchte sich und sein Umfeld schĂŒtzen. Wer möchte schon mit blutigen Metzeleien in Horrorgeschichten in Verbindung gebracht werden, wenn man im wahren Leben eine sanfte Krankenschwester ist?
Oder die erotikschreibende Erzieherin? Auch sie passt oft nicht in die Vorstellung der Menschen.
Manchmal sind Namen einfach zu lang oder schwer zu merken.
Auch gezieltes Marketing ist oft ein Grund fĂŒr ein Pseudonym oder zu mindestens fĂŒr eine Abwandlung des Namens. Mit dem Pseudonym J.K. Rowling wurde versucht, die Zielgruppe nicht einzuschrĂ€nken. Der Bloomsbury-Verlag wollte damals verhindern, dass nur MĂ€dchen die Harry Potter BĂŒcher lesen wĂŒrden.
Dann gibt es noch die Autoren die AusflĂŒge in andere Genres machen und nicht mit ihren anderen Werken verwechselt werden möchten. Zum Beispiel die Kinderbuchautorin, die auch Horrorgeschichten schreibt. Oder der seriöse Sachbuchschreiber, der neben der trockenen Physik auch fantastisches Sci-Fi verfasst. Beide schĂŒtzen mit dem Pseudonym ihre ursprĂŒngliche Arbeit.
Die Liste der GrĂŒnde ließe sich noch lang fortsetzen.

Was fĂŒr Arten von Pseudonymen gibt es?

Es gibt geschlossene und offene Pseudonyme.
Bei einem geschlossenen Pseudonym weiß niemand, wer sich dahinter verbirgt. Mit Ausnahme vom Verlag, dem Finanzamt usw. Diese Personenkreise sind meistens zu strengem Stillschweigen verpflichtet. Es gibt Promis die gerichtlich gegen die Nennung ihres wahren Namens vorgehen – Atze Schröder ist ein bekanntes Beispiel.
Es ist jedoch sehr schwer ein geschlossenes Pseudonym fĂŒr immer geschlossen zu halten. Irgendwann findet immer jemand heraus, wer sich dahinter verbirgt.

Bei offenen Pseudonymen, ist der reale Mensch dahinter bekannt. Auch wenn man mit dieser Information sparsam umgeht, können Interessierte den Namen und die IdentitÀt erfahren. Die meisten wissen heute, unter welchem Pseudonym Norma Jean Baker bekannt wurde.

Das Pseudonym kann man sich prinzipiell einfach ausdenken und etwas wĂ€hlen, dass einem gefĂ€llt oder zum Genre passt. Aufpassen sollten man allerdings, dass es den Namen, auch in einer Ă€hnlichen Schreibweise, nicht schon gibt. Als „Astrid Lundgren“ oder „K.J. Rowling“ sollte man es lieber nicht versuchen. Das könnte Probleme geben.

Die rechtliche Sache

Ein anderes Problem mit Pseudonymen ist, dass in Deutschland eine Impressumspflicht besteht. In einem Buch, auf einer Website oder in Sozialen Medien muss eine „ladungsfĂ€hige Adresse“ angegeben sein. Wenn man ĂŒber einen Verlag veröffentlicht, kann das der Name des Verlages sein. Denn dort muss man ja die wahre IdentitĂ€t des Autors ohnehin kennen. Beim Selfpublishing ist das schon schwieriger. Es gibt aber Pseudonym-Services die in diesem Fall weiterhelfen können.

Neueste Änderung: Im Februar 2018 entschied ein deutsches Gericht, dass Facebook auch die Nutzung eines Pseudonyms zulassen muss. Es soll damit die PrivatsphĂ€re der Menschen geschĂŒtzt werden. Facebook gibt nĂ€mlich die Daten seiner Nutzer an andere Institutionen in den USA weiter, und das ist nicht im Sinne der deutschen DatenschĂŒtzer. Hoffen wir, dass Facebook in diesem Punkt keinen Widerspruch einlegt und womöglich noch recht bekommt.

Nicht verwechseln sollte man das Pseudonym mit einem KĂŒnstlernamen, der steht nĂ€mlich auch im Personalausweis. Mit einem eingetragenen KĂŒnstlernamen kann man auch VertrĂ€ge unterzeichnen oder ein Konto eröffnen.

Fazit

So, nun schreibt unter eurem realen Namen oder unter eurem Pseudonym; Hauptsache ihr schreibt!
Ich selber nutze seit einiger Zeit auch ein Pseudonym, weil ich nebenbei noch in einem gĂ€nzlich anderen Genre schreibe. Ich habe allerdings noch nichts davon veröffentlicht und ĂŒberlege noch, ob ich es offen oder geschlossen handhaben werde.

 

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