Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2019
264 Seiten
Preis: 9,90 €
ISBN: 978-3-945346-73-0

Die Special Edition, als Hardcover mit Lesebändchen, ist nur direkt bei mir erhältlich: Preis: 12,90 €

Verlag: Fabuloso Verlag, Bilshausen

Bestellungen: Direkt bei mir oder bei Amazon.

 

Liebe Leserinnen und Leser,

Dieser Roman ist meine persönliche Interpretation der beiden Sagen um die Nixe Rhuma/Ruma und den Rüdershäuser Mahnehund.
Ursprünglich inspiriert zu dieser Geschichte wurde ich bei einem der unzähligen Spaziergänge an der Rhumequelle. Dort hängt eine kleine Tafel, auf der mit wenigen Sätzen die Geschichte der traurigen Nixe, die der Quelle den Namen gab, zu lesen ist.
Diese Geschichte ist sehr kurz und ließ mir viel Platz für eigene Gedanken, Fantasien und Inspirationen. Warum ist das alles so gekommen? Warum nicht anders? Was passierte danach? Alles Fragen, die mich zum Schreiben motivierten.
Immer wieder bin ich zum Ort des Geschehens, der Rhumequelle, gepilgert und habe Ruma nachgespürt.
Wie hat sie gelebt? Hatte sie Eltern, Geschwister, Freunde? Wie hat sie die einzelnen Geschichten und Begebenheiten erlebt?
Wer kannte sie? Vielleicht der Rüdershäuser Mahnehund? Und was ist überhaupt mit seiner Geschichte? Dessen Sage ist noch kürzer als die, der Nixe Ruma und setzte in meiner Fantasie ein ähnliches Gedankenkarussell in Gang.
Wenn ich an der Quelle saß und ganz still war, dann kamen die Ideen von allein, als würde Ruma mir dort ihre eigene Geschichte erzählen … es ist ein mystischer Ort. Voller Magie …

Wer die Rhumequelle noch nicht kennt, sollte einmal dorthin wandern. Es lohnt sich.

Ich hoffe, dass viele Leser Gefallen an meiner Ruma finden.

Und wer weiß … vielleicht kommen diese Leser dann in unsere schöne Heimat, ins Eichsfeld, um selber auf den Spuren von Ruma und dem Mahnehund zu wandeln …
Ich würde mich sehr darüber freuen ­– und Ruma sicherlich auch!

Am Ende des Buches befindet sich ein Anhang. Dort habe ich die Personen und Orte dieser Geschichte und, soweit vorhanden, ihren realen Hintergrund erklärt.
Auch über die Unterschiede in den Sprachen der Zwerge, Riesen und Menschen findet man dort eine Erläuterung.

Aber nun lehnt euch zurück und lasst euch entführen in Rumas Welt!

Melanie Buhl

 

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Prolog

Mörderisches Geschrei riss mich aus dem Schlaf. Voller Panik sprang ich auf und rannte zu dem mit dichten Vorhängen zugezogenen Fenster. Mit aller Kraft zog ich den schweren Stoff beiseite. Was ich draußen sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Der Himmel glühte orangerot vom Feuerschein, der seinen Ursprung im übernächsten Tal, das die Grenze markierte, hatte. Riesige Flammen loderten gen Himmel und beißender Rauch zog über das Land herauf zu uns. Ich sah, wie die Wachen das schwere Burgtor öffneten. Rußverschmiert und mit verbrannten Gewändern stürmten unsere Krieger von draußen in den geräumigen Burghof. König Haldor mitten unter ihnen. Das Burgtor wurde hinter den Männern sorgsam wieder verschlossen. Vermutlich waren die Feinde unseren Kriegern dicht auf den Fersen.

Ich zog die Vorhänge wieder zu, warf mir einen langen Mantel über und rannte hinunter in den Burghof.

Dort sah ich König Haldor, der seine Rede mit deutlichen Gesten untermalte: „Ich stand direkt vor ihm! Unsere Waffen hieben bereits aufeinander und ich war sicher, heute würde ich ihn besiegen, als ein donnernder Schlag und ein greller Blitz uns auseinandertrieben! Thor hatte seinen mächtigen göttlichen Hammer zwischen uns geworfen. Er traf eine alte Eiche, die mit schaurigem Ächzen längs des Stammes auseinanderbrach und danach in Flammen aufging. Rusow und ich sprangen gleichzeitig zurück und als das Feuer auf die anderen Bäume übergriff, rannten wir beide um unser Leben.

Jeder zog sich zurück auf sein Gebiet und wir riefen auch unsere Krieger dorthin.“

Ich schauderte. Eine Schlacht so dicht an unserer Burg? Das hatte es, so lange ich mich erinnern konnte, nicht gegeben. Waren die Riesen mit ihrem König Rusow wirklich geflohen oder schlichen sie sich in diesem Moment, im Schein des Feuers, an die Burg heran? Angst ergriff mich. Was würde passieren, wenn die Riesen unser Heim eroberten? Würden sie uns alle umbringen? Die Frauen und Mädchen womöglich vergewaltigen? Da war der Tod sicher das bessere Los. Den grausamen Riesen war das alles ohne Weiteres zuzutrauen. Die alten Geschichten waren voll gruseliger Begebenheiten, die von den gewaltbereiten und tölpelhaften Riesen handelten. Niemand von uns wollte so etwas erleben.

Der Wind trieb die Flammen dichter und dichter an unser Zuhause heran. Der beißende Rauch nahm uns die Luft zum Atmen. Trotzdem standen wir, die Bewohner von Sachsenstein, wie erstarrt im Burghof und sahen entsetzt auf die sich näherfressenden Flammen, als es erneut einen Donnerschlag gab. Der Himmel öffnete sich und schleuderte sein Wasser nur so heraus! In Minutenschnelle war der Brand gelöscht, aber der Regen hörte nicht auf. Wir zogen uns unter die überdachten Bereiche des Hofes zurück, doch der Regen erreichte uns bald auch dort. Haldor schrie, wir sollten uns ins Innere der Burg zurückziehen. Wir gehorchten – wie es sich für gehorsame Untertanen gehörte.

Tagelang prasselte der Regen auf uns herab.

Waren die feindlichen Riesen noch in der Gegend, als die Sonne endlich wieder hervorkam? Das war die drängendste Frage, die uns umtrieb.

 

Ich bin Ruma

Vor undenklich langer Zeit, als Zwerge und Riesen unser Land bewohnten, als selbst Menschen noch die wahre Magie fühlen konnten, da nahm meine Geschichte ihren Anfang.

Mein Name ist Ruma, ich bin die Tochter des letzten Zwergenkönigs Haldor und seiner Königin Narima, die in Wirklichkeit ein Wassergeist war.

Heute bin ich ein Geist des Wassers oder wie meine Art in manchen Gegenden der Menschen genannt wird, eine Nixe, Nymphe oder Meerjungfrau.

Das mit der Jungfrau ist zwar so nicht ganz richtig, denn ich hatte einst einen Geliebten und sogar einen Sohn, aber ich lasse es so gelten. Die Menschen wissen es nicht besser und können es auch nicht verstehen, denn die uralten Kenntnisse von der Wandelbarkeit der Geschöpfe sind ihnen schon lange abhandengekommen.

Geboren wurde ich als menschenähnliches Mischwesen. Wie es dazu kam, dass ich heute nur als Wassergeist mein Dasein friste, möchte ich euch gern erzählen …

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E-Mail von R.E. 3. Juni 2019

Hallo Melanie,
ich habe Dein Buch zu Ende gelesen. Gestern konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen und musste bis zum bittersüßen Ende durch.
Da ist dir wieder eine sehr schöne Geschichte gelungen. Zunächst sehr anrührend und romantisch, dann aber hochdramatisch und so spannend, dass ich unbedingt wissen wollte, wie sich die Geschichte entwickelt.
Dein Buch war, wie schon die beiden vorigen, leicht zu lesen, machte ständig Appetit auf mehr und ist von seiner Konzeption her (hier meine ich die Verknüpfung von regionalen Sagen zu einer fantastischen Geschichte) richtig gut gelungen.
Besonders habe ich mich über die ‚Special Edition‘ gefreut, da man als E-Book-Leser gar nicht mehr gewohnt ist, sich die jeweilige Seitenzahl zu merken. Das Bändchen war für mich sehr hilfreich.

Dir wünsche ich erst einmal alles Gute und natürlich viel Erfolg für deine Ruma!
Herzliche Grüße
R.E.

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Über Facebook von K.-J. Merten 3.06.2019

Hallo Melanie,
ich habe dein Buch „Ruma“ gefressen!
Meist lese ich mehrere Bücher nebeneinander – als ich mit „Ruma“ begonnen habe, waren die anderen Bücher „out“! Ich habe dein Buch verschlungen! Das ineinander Verweben: Sage-Fantasie ist dir sehr gelungen – zumal wenn man sich die realen Orte (Rhumequelle…) anschaut und in Gedanken neu entdeckt/erlebt … Gerade für Jemanden, der die Örtlichkeiten auch in verschiedenen „Stimmungen“ kennt, ist dies ein fantastischer Roman – man kann das Buch erst aus der Hand legen, wenn man den Schluss „erlebt“ hat!
Fantasie – Historie – Spannung bis zum Schluss – was will man mehr!
Für dich und dein Werk wünsche ich viel Erfolg und … den Lesern und mir noch manche „unentdeckte“ Sage!
Herzliche Grüße
K.-J. Merten