Melanie Buhl

Autorin

Kategorie: Was mich bewegt (Seite 2 von 2)

Ein ganz besonderes Projekt:
Gemeinsam Schreiben „Jedes Wort ein Atemzug“

Heute möchte ich euch von einem ganz besonderen Projekt berichten, an dem ich gemeinsam mit meiner lieben Creativo-Kollegin Michaela Schreier sowie 143 weiteren Autoren aus ganz Europa teilnehme.

Es heißt: Gemeinsam Schreiben „Jedes Wort ein Atemzug“.

Wir haben jeder einige Geschichten zur Verfügung gestellt, die in einer gemeinsamen Anthologie des österreichischen Vereins „Respekt für Dich“ erscheinen werden. Alle teilnehmenden Autorinnen und Autoren verzichten dabei auf ein Honorar und der Erlös des Buches geht zu 100% an die Gewaltopferhilfe des AÖF – Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser.

Das wohl größte Buchprojekt mehrerer Autoren, zugunsten einer Spendenaktion wurde von der Autorin Karin Pfolz ins Leben gerufen und steht unter der Schirmherrschaft des Vereins „Respekt für Dich“. Dieser Verein wurde von Autorinnen und Autoren gegründet mit dem Ziel, Menschen, die unter Gewalt leiden, zu unterstützen.

Mittlerweile sind so viele Beiträge zusammengekommen, dass es drei Bücher werden. Sie sind unterteilt in die verschiedenen Genres: „Kriminelle Geschichten“, „Winter- und Weihnachtsgeschichten“ und „Geschichten aus aller Welt“.

*Geschichten aus aller Welt, Cover

Im Oktober werden die Bücher fertig sein und im schönen Wien der Öffentlichkeit präsentiert.

Leider kann ich bei der offiziellen Buchvorstellung nicht dabei sein.
Aber meine Geschichte „Marleen“ hat es ja in das Buch

„Geschichten aus aller Welt“

geschafft und ist somit stellvertretend für mich dort!

 

Die offizielle Buchvorstellung findet am 25.Oktober 2014 um 18.00 Uhr in Wien statt.
Hier die Adresse:

Palais Coburg
Residenz Coburgbastei 4
1010 Wien

Der Eintritt kostet 10,-€. Um Anmeldung wird gebeten, da der Platz begrenzt ist.

Nachtrag vom 21.01.16:
Es gibt eine Fortsetzung des besonderen Projektes. Hier könnt ihr nachlesen, wie es weitergeht!

Was ist schon Erfolg?

Aus dem Göttinger Tageblatt vom 19.März 2014
„Göttingen
Es ist nicht besonders charmant, was Moderator Tobias Gohlis gleich zu Beginn des Abends mit der Krimiautorin Andrea Maria Schenkel im sehr gut besetzten Literarischen Zentrum sagt. Der Begründer und Sprecher der Krimi-Bestenliste in der Wochenzeitung „Die Zeit“, der lange Jahre in Göttingen gelebt hat, bringt das böse Wort von der „schreibenden Hausfrau“ ins Spiel.

Natürlich korrigiert er sich gleich. Nicht die dreifache Mutter, die am morgigen Freitag 52 Jahre alt wird, habe er gemeint, sondern das, was der Erfolg ihrer Kriminalromane nach sich gezogen habe. Menschen eben, die, durch Schenkels Erfolg angestachelt, plötzlich auch schreiben wollten. Mit mäßigem Erfolg. Bei Schenkel lief das anders….“

Der vollständige Artikel ist hier zu finden: http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Kultur/Kultur-vor-Ort/Andrea-Maria-Schenkel-im-Literarischen-Zentrum-Goettingen

Was ist schon Erfolg?

Wie definiert man heutzutage Erfolg? Diese Frage beschäftigte mich eine geraume Zeit, nachdem ich diesen Artikel im Göttinger Tageblatt gelesen hatte. Auch wenn sich der Moderator Tobias Gohlis ‚gleich korrigierte‘ wirkt es doch wie ein freudscher Versprecher, wenn er von schreibenden Hausfrauen mit mäßigem Erfolg spricht.
Nein, er meint nicht die dreifache Mutter Andrea Maria Schenkel! Ja, wen meint er denn dann?

Zuerst dachte ich: Lass es auf sich beruhen, der klopft blöde Sprüche. Aber die Gedanken – Was ist Erfolg? Wie definiert man das genau? Und vor allen Dingen – Wer darf beurteilen, ob jemand erfolgreich ist? Ließen mich nicht los.

Wenn Erfolg eine monetäre Grenze hat, oberhalb derer es erst zum Erfolg wird, ist das eine sehr einseitige Sichtweise.

Man kann zum Beispiel sehr erfolgreich Kinder erziehen. Den Erfolg sehe ich persönlich darin, wenn die Kinder gut aufs Leben vorbereitet wurden. Wenn sie moralische Werte verinnerlicht haben, auf deren Grundlage sie ihr Leben meistern können. Und nicht vordergründig darin, ob sie fünf Doktortitel haben und viel Geld verdienen.
Andere Eltern mögen ihre Erziehungserfolge an anderen Kriterien messen. Und natürlich verändern sich die Kriterien dann, wenn es irgendwelche Beeinträchtigungen gibt.

Man kann eine durchaus erfolgreiche Hausfrau sein, wenn man mit dem, was man tagtäglich tut, zufrieden ist und das kleine Familienunternehmen gut managt.
Auch als unterbezahlter Hilfsarbeiter kann man erfolgreich sein, solange man aus den gegebenen Umständen das Beste macht und Glück im Leben empfinden kann.

Da fällt mir unser Altmeister Goethe ein:

„Da wo du bist, wo du bleibst, wirke, was du kannst,
sei tätig und gefällig und lass dir die Gegenwart heiter sein.“
Johann Wolfgang von Goethe

Und dann kommt da ein Herr Gohlis und mutmaßt über schreibende Hausfrauen mit mäßigem Erfolg!

Ich kann an dieser Stelle nur für mich sprechen, weiß aber, dass es vielen meiner Kolleginnen und Kollegen ähnlich geht.

Ich hatte eine Geschichte im Kopf. Die wollte seit Jahren heraus. Aber mit Kinder, Haushalt und Minijob war das einfach nicht möglich. Dann kam der glückliche Umstand hinzu, dass ich den Minijob gekündigt habe. Aus der plötzlichen freien Zeit heraus drängte die alte Geschichte wieder, zu Papier gebracht zu werden und ich habe dem Druck nachgegeben und sie aufgeschrieben. Zuerst nur für mich! Dann habe ich es gewagt das Manuskript Menschen meines Vertrauens zu geben. Einhellige Meinung: Das sollten mehr Menschen lesen, das berührt.
Erst dann habe ich das ganze Manuskript auf Öffentlichkeitstauglichkeit hin überarbeitet. Einige Dinge in der Urfassung waren doch zu persönlich und mussten umgeschrieben werden.
Danach ging das Ganze an fremde Menschen zur Beurteilung und schließlich fand es Unterschlupf im Fabuloso Verlag.

Sehr geehrter Herr Gohlis! Der erste Erfolg war für mich, die Geschichte überhaupt zu Papier zu bringen. Der zweite Erfolg war, dass sie auch anderen Menschen gefiel. Und der dritte Erfolg war, dass sich das Buch deutlich besser verkaufte und noch heute verkauft, als ich es jemals gedacht hätte! Ich habe mehr Menschen damit berührt, als ich es in meinen kühnsten Träumen für möglich gehalten hätte!

Millionenauflage? Fehlanzeige! Finanzielle Unabhängigkeit durch die Schreiberei? Fehlanzeige! Zufriedene Leser? Ja, viele! Zufriedene Autorin? Ja, sehr!
Erfolg gehabt? Ganz klar: JA!

Finanziell erfolgreiche Autoren werden heutzutage oft von den Medien gemacht. Anders kann ich mir nicht erklären, warum so manches Werk auf einer Bestsellerliste landet. Es gibt Bücher auf diesen Listen, die hat scheinbar niemand gelesen. Und sollte es doch mal jemand gelesen haben, hat es oft nicht gefallen. Es gibt vermeintliche Bestsellerautoren die in unzähligen Talkshows sitzen und Fragwürdiges von sich geben. Es soll sogar schon vorgekommen sein, dass sie zu Moderatoren eben dieser Shows wurden… *Ironie wieder aus. Die Medien pushen das hoch und irgendjemand scheint es zu mögen. Wer auch immer!

Ein Buch, das ohne großen Medienrummel bekannt wird, die Menschen berührt und zum Nachdenken anregt. Das ist für mich ein erfolgreiches Buch!
Es gibt durchaus Tageszeitungen die regionalen Autoren eine Chance geben und einen Bericht über ein neuerschienenes Buch oder eine Lesung schreiben. Das GT gehört leider nicht dazu. Schade!

Die Definition von Erfolg ausschließlich am Finanziellen zu messen, entspricht leider in hohem Maße dem Zeitgeist. Insofern entspricht Herr Gohlis der aktuellen Denkweise. Qualifizierter Journalismus beansprucht für sich aber immer eine gewisse Unabhängigkeit – eine möglichst neutrale Berichterstattung. Davon ist diese Betrachtungsweise Meilen entfernt.

Letztendlich ist Erfolg, wenn man sein einmal gestecktes Ziel erreicht hat. Wenn man zufrieden ist mit dem, was man tut.
Wenn dazu noch ein finanzieller Erfolg kommt, ist das sicher sehr angenehm. Aber das ist auf keinen Fall der Maßstab aller Dinge!

Melanie Buhl

Naturverbundenheit

Wichtig ist mir stets die Schöpferkraft in der Natur zu ehren. Ein Spaziergang durch den Wald oder über eine Anhöhe kann einer Meditation gleich kommen. Der Blick übers Meer oder in den sternenübersähten Himmel hat oft etwas mystisches – wenn man sich darauf einlässt.
Und wenn man sich einlässt und die Augen öffnet, sieht man ganz leicht wie wunderbar unsere Welt ist.
Dieser einzigartige Planet, diese blaue Perle im All…

Gedanken über Ziele und die Wege dorthin

E-Book-Reader vs. Printbuch

Kaum etwas wird momentan so heiß diskutiert wie die Frage, was besser ist: digitales oder analoges Lesevergnügen?

Nachdem ich im vergangenen Herbst mein erstes Buch „Melodie der Ewigkeit“ als E-Book herausgebracht habe, musste ich mir natürlich einen E-Book-Reader zulegen. Ich entschied mich damals für den „Kindle“ von Amazon. Heute wäre der „Tolino“ eine sehr gute Alternative. Äußerst skeptisch, was neuen digitalen Schnickschnack angeht, habe ich das Gerät ausprobiert und inzwischen einige Bücher darauf gelesen.

Als wichtigsten Punkt für den E-Book-Reader ist auf jeden Fall zu nennen, dass er in jede Handtasche passt. Wer schon einmal mit einem dicken Wälzer in einem überfüllten Wartezimmer gesessen hat, weiß, von was ich spreche! Auch passen auf ihn viele Bücher, was ein unschlagbares Argument ist, wenn man auf Reisen geht. Nichts ist so dramatisch, wie sich für zwei Bücher entscheiden zu müssen und dann am Urlaubsort, nach dem letzten Cliffhänger, nicht die Fortsetzung parat zu haben. Hat man einen Reader mit 3G-Internetzugang, lässt sich selbst am Strand Nachschub besorgen. Ansonsten geht es ganz einfach per W-Lan an jedem Hotspot.

Ein weiterer Vorteil ist, dass die überquellenden Bücherregale zuhause entlastet werden. Manches Buch habe ich mir nur in der Bibliothek ausgeliehen, weil mir einfach der Platz fehlt und ich mich nicht von einmal lieb gewonnenen Büchern trennen kann.

Das Lesen auf einem E-Ink-Display, wie sie viele Reader inzwischen haben, ist sehr angenehm. Deren geringer Stromverbrauch und die gute Lesbarkeit auch bei Sonneneinstrahlung sprechen für sich. Es wird nur Strom verbraucht, wenn man umblättert, und das ist mehrere Tausend Mal mit einer Akkuladung möglich.

Auch die Suchfunktion innerhalb eines Buches ist interessant, so kann man in einem Nachschlagewerk prima nach den entsprechenden Stellen suchen: zum Beispiel wenn man nach den passenden homöopathischen Kügelchen sucht.

Und die Nachteile? Nun ja man sollte natürlich darauf achten, dass der Akku geladen ist. Da der aber recht lange hält, ist das kein wirkliches Problem. Wer gern abends liest, ist mit einem beleuchteten Reader gut bedient der den Akku etwas mehr fordert, ansonsten tut es aber auch ein einfacher unbeleuchteter.

Natürlich kostet ein Reader erstmal einiges, da aber der Preis für die E-Books selbst meistens etwas unter denen der Printausgabe liegt, amortisiert sich irgendwann die Anschaffung.

Anschaffen sollte man sich unbedingt auch eine Hülle für den Reader, da die Displays mitunter sehr empfindlich und kratzanfällig sind. Da bietet der Markt jedoch in jeder Preisklasse etwas Passendes.

Und das Printbuch? Ist es nun vom Aussterben bedroht? Ich glaube nicht. Ganz ehrlich: ich habe seit ich den Reader besitze auch einige gedruckte Bücher gelesen. Warum? Weil: ein Buch ist eben ein Buch! Es ist ein haptisches Erlebnis eine Papierseite umzublättern. Zuhause auf dem Sofa ist es meine erste Wahl. Auf meiner Geburtstagswunschliste stehen drei dicke Wälzer, die ich unbedingt als gedruckte Ausgabe haben muss. Wo sie dann Platz im Bücherregal finden? Ich weiß es noch nicht!

Die Entstehung eines Buches –
Von der Idee zum fertigen Buch

Die Grundvoraussetzung für ein Buch ist sicherlich erst einmal die Idee, der Gedanke, das und worüber man schreiben möchte und fast noch wichtiger: was der Autor seinen Lesern mitteilen möchte. Dann folgt die Entscheidung, in welcher Form man sich ausdrücken möchte. Zum Beispiel als Roman, als Sachbuch, in einer der vielen Formen von Lyrik usw.

Wenn dann der Text geschrieben ist, mit allen notwendigen Recherchen und Überarbeitungen, ist er immer von Vorteil ihn von einer vertrauten Person lesen zu lassen, um ihn vorläufig zu beurteilen. Das Ergebnis sollte unbedingt berücksichtigt werden.

Dann folgt die Suche nach einem geeigneten Verlag.
Je nach Verlag übernimmt dann der Verlag alle Rechte, kümmert sich um alles Weitere und irgendwann ist das Buch fertig. Der Autor ist daran häufig nicht mehr beteiligt.
Beim, seit einigen Jahren immer beliebteren, Selfpublishing gibt es noch viele andere Dinge zu bedenken, die ich in einem separaten Beitrag erörtern werde. Auf jeden Fall liegt dann alle Verantwortung und jede Entscheidung beim Autor.
Bei kleineren Verlagen, wie dem Fabuloso Verlag kann man oft mitentscheiden wie es weiter geht. Um diese Art der Veröffentlichung geht es im Folgenden:

Der Text muss nun lektoriert werden. Das heißt, er wird auf Rechtschreibung, Grammatik, Satzbau und inhaltliche Dinge überprüft. Der Lektor macht auf Fehler aufmerksam, prüft die Logik der Handlungsabläufe und schlägt Änderungen vor. Der Autor kann die Vorschläge annehmen muss es aber nicht. In den allermeisten Fällen ist dieses aber sinnvoll und sollte natürlich mit dem Verlag abgesprochen werden. Natürlich außer bei der Rechtschreibung, die muss passen!

Ist der Text soweit fertig, wird er gesetzt. Auf keinen Fall mit einem Schreibprogramm, sondern mit einem Setzprogramm. Das heißt auf die richtige Seitengröße gebracht, Zeilenumbrüche, Blocksatz und Schriftart werden festgelegt. Auch Bilder oder Zeichnungen können jetzt eingefügt werden.

Die Covergestaltung kann der Verlag übernehmen, aber eigene Ideen, Fotos oder Wünsche werden berücksichtigt.
Fehlen noch die Vergabe der ISBN Nummer, die Preiskalkulation, die Entscheidung wie viele Bücher gedruckt werden sollen und der Druck selber.

Danach geht es ans Vermarkten. Dieser Teil ist mindestens genauso aufwändig wie der gesamte Rest. Aber wenn es gut läuft, macht dieser Teil auch mindestens genauso viel Spaß.

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