Melanie Buhl

Autorin

Kategorie: Aktuelles (Seite 2 von 6)

Krimi-Lesung beim Kath. Frauenbund in Bilshausen

Der Frauenbund Bilshausen hatte Michaela Schreier, Gudrun Strüber (unsere Verlegerin) und mich am 6. Februar 2017 eingeladen aus unseren „Mordsgeschichten aus dem Eichsfeld und anderswo“ zu lesen.
Das haben wir natürlich sehr gern gemacht.

 

Wir sind also voller Vorfreude angereist und wurden von Sabine Kreis und Anita Engelhardt ganz herzlich begrüßt!
Als erstes haben wir unseren Büchertisch bestückt.
Nach und nach trudelten die Gäste ein und der Raum füllte sich zusehends.

Als fast alle Plätze belegt waren, eröffneten Sabine und Anita die Veranstaltung und wir legten los.

 

 

Als erstes las Gudrun Strüber ihren Kurz-Krimi „Hundewetter“.
Der Krimi spielt in Bilshausen und kam sehr gut an. Die Zuhörerinnen erkannten natürlich die „Tatorte“ und haben oft gelacht.
Danach nahm Michaela Schreier uns mit auf eine spannende Reise in die „Schatten der Vergangenheit“.
Ihr Duderstädter Kurz-Krimi sorgte für ordentlich Gänsehaut unter den Zuhörerinnen.

 

Als letztes las ich meinen Kurz-Krimi „Blutmond“. Es ist eine Geschichte über einen unbescholtenen Rüdershäuser Bürger der auf merkwürdige Art und Weise in kriminelle Machenschaften verstrickt wird und dabei dem berüchtigten Rüdershäuser Mahnehund begegnet.

Zum Abschluss lasen Michaela und ich noch das Eichsfeld-Krimi-Gedicht von unserer lieben Kollegin Barbara Merten.

Auch dieser Beitrag kam, wie schon so oft, sehr gut an und sorgte für einen tollen Applaus.

Ein herzliches DANKESCHÖN an Anita und Sabine und den Kath. Frauenbund für die Einladung. Uns hat die Lesung sehr viel Spaß gemacht – wir kommen gern mit unserem neuen Projekt, in dem es auch eine Bilshäuser Geschichte geben wird, 😉 wieder!

Lesung beim Landfrauenverein Rhumetal

Nachden die Baumpark-Lesung beim Landfrauenverein Rhumetal im September so gut angekommen ist, hatten  mich die Landfrauen eingeladen auch bei ihrer Adventsfeier etwas Passendes zu lesen.
Der Abend stand unter dem Motto „Engel und Himmlische Boten“.
Ich war natürlich gern dabei und habe meine Kollegin Michaela Schreier mitgebracht.

Nach der Begrüßung und einem Weihnachtslied haben wir erst einmal etwas gegessen.

Die Landfrauen hatten sehr Leckers vorbereitet und auch für wunderschöne Tischdeko gesorgt.

Dann gabs noch ein Weihnachtslied und im Anschluss daran habe ich meine brandneue Kurzgeschichte „Wintersterns Ewigkeit“ gelesen. Sie ist etwas traurig, geht unter die Haut, kam aber gut an.

 

 

Nachdem wir noch ein Weihnachtslied geträllt haben, las dann Michaela ihre ebenfalls neue Geschichte „Der blaue Saal – eine Leihgabe Gottes“. Die Geschichte und wurde in der Farbspiel-Anthologie „BLAU“ von Karina Pfolz veröffentlicht. Auch sie gefiel den Zuörerinnen sehr gut. Oft mussten wir lachen, da der Protagonist eine deutliche Sprache spricht und einige Dinge auf seine sehr spezielle Weise auf den Punkt bringt.

 

Zum Abschluss lasen wir dann gemeinsam aus unseren Mordsgeschichten das Gedicht „Ein Dieb“ von Barbara Merten. Viele der Eichsfelderinnen er kannten sich und ihre Landsleute darin wieder und alle lachten am Ende und spendeten und großartigen Applaus!
Dafür ein herzliches DANKESCHÖN! Es war wieder sehr schön bei euch!
Mit einem weiteren Weihnachtslied ließen wir den Abend ausklingen…

Krimi-Lesung auf der „Wehnder Warte“

Mit meinen lieben Kolleginnen Michaela Schreier und Barbara Merten war ich zur Lesung aus unseren Mordsgeschichten aus dem Eichsfeld und anderswo auf der Wehnder Warte eingeladen.

Es war ein gemütlicher, aber spannender Abend in einem sehr schönen Ambiente!

Danke an alle Gäste fürs Zuhören und den Applaus.
Danke auch an die Wehnder Warte Wolf für die Einladung und gelungene Organisation! Wir kommen gern wieder …

 

Buchpremiere „Mordsgeschichten aus dem Eichsfeld und anderswo“

stand-unter-arkadenDie Buchpremiere unserer neuen Creativo Krimi-Anthologie

„Mordsgeschichten aus dem Eichsfeld und anderswo“

fand am 5. und 6. November 2016 auf dem Duderstädter Wurstmarkt statt.

Wir hatten einen Stand unter den Arkaden des schönen Fachwerk-Rathauses.
dscf0196Der Ortsbürgermeister Hubertus Werner warnte in seiner Eröffnungsansprache die Mettwursttester vor, dass einer von ihnen in dem Krimi von Barbara Merten gemeuchelt werden würde.
Stadtbürgermeister Wolfgang Nolte wies ebenfalls auf unser Buch mit seiner Regionalität und Tagesaktualität hin.

Da bereits seit Ende Oktober Flyer auslagen, und viele schon sehnsüchtig auf das Erscheinen des Krimis gewartet hatten, stürmten die Besucher gleich darauf unseren Stand.
Zum Glück hatten wir genügend Exemplare dabei und stießen mit den ersten Käufern bei einem Schlückchen Sekt darauf an.

Es gab viel Lob für die Idee einer Krimisammlung mit Lokalkolorit und für das sehr gelungene Cover.
Das Lob für das Cover habe ich bereits an unseren Mediengestalter weitergegeben 😉

scharfrichter-hans-zinke-claus-ludwikowskiManch prominente Größe der regionalen Politik und Gesellschaft sowie befreundete Autorenkollegen aus dem Harz kamen zu uns.
Besonders erheiternd war der Besuch von Scharfrichter Hans Zinke, dem unsere mörderischen Geschichten hoffentlich auch gefallen 😉

Barbara Merten las am Samstag und Sonntag jeweils um 15 Uhr ihren Krimibeitrag aus der Anthologie: „Der Mettwursttester“ im Kophus.
Die realen Mettwursttester haben aber zum Glück alle überlebt.

Für den Markt-Sonntag mussten wir dann all unsere Buchreserven herankarren, denn der Verkauf lief außergewöhnlich gut.
Nachdem wir inzwischen auch die regionalen Buchhandlungen mit einigen Exemplaren beliefert haben, müssen wir schon in den Nachdruck gehen!

Mordsgeschichten aus dem Eichsfeld und anderswo

Anthologie
Herausgeber: Creativo – Initiativgruppe für Literatur, Wissenschaft und Kunst

Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2016
240 Seiten
Preis: 9,80 €
ISBN: 978-3-935912-48-8

Verlag: Fabuloso Verlag, Bilshausen

 

Die 6. Creativo-Anthologie „Mordsgeschichten aus dem Eichsfeld und anderswo“ ist die erste Anthologie die ich mit meiner lieben Kollegin Michaela Schreier ins Leben gerufen und bis zur Erscheinung und darüberhinaus betreut habe. Natürlich wurden wir von weiteren Creativos bei der Auswahl der Texte, der Gestaltung und dem Lektorat unterstützt, aber irgendwie ist es „unser Projekt“ geblieben.
Die Mordsgeschichten sind bei den Eichsfeldern, ehemaligen Eichsfeldern, Freunden und Besuchern unserer schönen Heimat sowie auch in anderswo sehr beliebt. Sie eignen sich übrigens sehr gut als Geschenk!

 

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Blutmond
von Melanie Buhl

Riesengroß schien der Mond am Nachthimmel über Karls Heimatort Rüdershausen zu stehen. Er tauchte den kleinen Ort vor ihm in ein mystisches Spiel aus Licht und Schatten. Karl schritt zügig über den neuen Radweg, der die beiden Orte Rhumspringe und Rüdershausen verband. In der Ferne leuchtete das Firmenschild des Malers Stahl und wies ihm den Weg. Viel zu lange hatte er mit seinen Freunden beim Kartenspiel gesessen. Der Neue in der Runde, Franz, kam ihm sonderbar vor. Süffisant lächelnd hatte er über den ganzen Abend gewonnen und den Gewinn großspurig eingestrichen. Immer wieder fielen Bemerkungen, die Karl zusammenzucken ließen. Er habe den einen oder anderen Job zu vergeben, aber nur an mutige Männer, die keine Angst vor der Polizei hätten. Nein, natürlich nichts Illegales. Franz bot sogar an, dass die Freunde sich ihren Spielverlust locker mit einem kleinen Job ausgleichen könnten. Die anderen lachten arglos über diese dubiosen Angebote. Karl, den der Verlust der heutigen Pokerrunde arg schmerzte, hatte kurz darüber nachgedacht, ob er genauer nachfragen sollte, dann aber doch geschwiegen. Er wollte in seiner Situation nicht noch mehr Ärger. Seit Jahren ging alles schief. Seine Frau Hilde war seit einem Autounfall ein Pflegefall. Teilnahmslos lag sie in ihrem weiß bezogenen Bett. Wenn Karl sie im Pflegeheim besuchte, starrte sie wie durch ihn hindurch. Manchmal hatte sie Tränen in den Augen und Karl wünschte, dass sie ihn erkennen möge. Die Ärzte nannten es Wachkoma und machten ihm keine Hoffnung auf Besserung. Der Unfallverursacher hatte sich einfach aus dem Staub gemacht, ohne sich um die schwer verletzte Frau zu kümmern. Ein zufällig vorbeikommender Arzt leistete damals Erste Hilfe, sonst wäre Hilde noch an Ort und Stelle verblutet. Einziger Hinweis war, dass das Unfallfahrzeug von extrem grellgrüner Farbe gewesen sein musste. Laut Polizeiaussage war es keine Standardfarbe irgendeines Herstellers, sondern nachlackiert. Spuren davon konnten an Hildes Wagen sichergestellt werden. Kinder hatten die beiden nicht und in seiner Trauer und Einsamkeit hatte Karl Trost im Alkohol gefunden. Seinen Job als Taxifahrer hatte er dadurch verloren und das Pflegeheim verschlang die letzten Ersparnisse. Mit Gelegenheitsjobs hielt er sich über Wasser. Manchmal stahl er ein paar Lebensmittel – Mundraub, so entschuldigte er sich vor seinem aufkeimenden Gewissen. Die Bestohlenen sahen das leider nicht so locker. Einige Anzeigen gegen ihn liefen schon. Das sprichwörtliche Wasser stieg höher und höher. Es stand ihm bereits bis zum Hals. Hatte er beim Pokern ganz ansehnliche Gewinne gemacht, konnte er davon eine ganze Woche leben. Heute aber hatte ihm dieser dubiose Franz das letzte Hemd ausgezogen und Karl schlich mit leeren Taschen nach Hause. „Es muss was passieren. Irgendwie muss ich zu Geld kommen!“, murmelte er. Im fahlen Mondlicht glitzerte der Tau auf den Wiesen vor Rüdershausen, die als Mahnte bekannt waren. Das lang gezogene Geheul eines Hundes ließ Karl erschrocken zusammenfahren. ,Man könnte meinen, der berüchtigte Mahnehund sei unterwegs um die Bewohner seines Dorfes vor Bösem zu schützen.’ Bei dem Gedanken musste er grinsen. Wen interessieren schon alte Sagen? In den nächsten Wochen ging es mit Karl immer mehr bergab. Schließlich ließ er sich doch auf einen Handel mit Franz ein. Die Spielschulden, die er inzwischen bei ihm angehäuft hatte, ließen ihn zusehends schlechter schlafen. Franz hatte ihm großspurig einen Job besorgt. „Nichts Schwieriges“, hatte er gesagt. Er solle nur zur Rhumebrücke an der kleinen Verbindungsstraße nach Lütgenhausen kommen, ein Päckchen von einem Kurier annehmen und dieses einige Zeit aufbewahren. Dann würde er einen neuen Ort und Termin genannt bekommen, an dem er das besagte Päckchen an einen weiteren Kurier übergeben sollte. Auf Karls neugierige Frage, was denn in dem Päckchen sei, antwortete Franz von oben herab: „Es ist besser, wenn du das nicht weißt!“ „Aber es ist doch nichts Illegales, oder?“, erkundigte sich Karl vorsichtig. Franz lachte schallend: „Nein, natürlich nicht!“ Spöttisch blickte er hinter Karl her. „Wie kann man nur so naiv sein!“ ….

Lesung bei den Florisi Kolores im Jufi Duderstadt

Eine Unterabteilung der Organisation „Café Grenzenlos“ in Duderstadt ist das „Florisi Kolores“.
Alle 14 Tage Montags treffen sich Frauen aus den unterschiedlichsten Herkunftsländern um sich bei einem Kaffee auszutauschen, Vorträge zu hören und gemeinsame Aktionen zu machen.

dscf0166Zu ihrem Treffen am 17. Oktober 2016 hatten sie mich eingeladen bei ihnen eine meiner Geschichten zu lesen.

Als ich eintraf wurde ich sehr herzlich begrüßt.
Die Frauen kochten Kaffee und Tee, deckten gemeinsam den Tisch und man spürte die gute Laune und das herzliche Miteinander der Frauen.
Bald waren alle mit Waffeln und Getränken versorgt.
dscf0182Nach einer kurzen Vorstellung von mir und meiner Autorinnentätigkeit, begann meine Lesung.
Ich trug ihnen meine neueste Kurzgeschichte „Einhörner weinen nicht“ vor.
In der Geschichte geht es um Frieden und Toleranz zwischen den verschiedenen magischen Geschöpfen.

Ich glaube, es hat den Florisi-Frauen gut gefallen.

Auch mir hat diese Lesung viel Spaß gemacht. Mein herzlicher DANK  geht an Frau Rexilius und ihre Florosi-Frauen für die Einladung!

Ich stelle immer wieder fest, dass sich nach kleineren Lesungen die Zuhörer eher trauen, Fragen zu stellen und es ergibt sich meist eine rege Diskussion. Nach großen Lesungen wagt meist niemand etwas zu fragen oder zu sagen. So ist es schön, das sich die verschiedenen Arten von Lesungen immer wieder abwechseln.

Meine liebe Kollegin Michaela Schreier war, wie so oft, an meiner Seite und hat die Fotos gemacht. Auch ihr ein herzliches DANKE!dscf0164

Burglesung – Dem Himmel so nah

Am 30. September 2016 waren wir Creativos zu Gast auf der Burg Scharfenstein-Eichsfeld.
Es war eine sehr schöne Lesung in einem besonderen Ambiente. Auch wenn wir das vielleicht von jeder Lesung sagen 😉 war diese wirklich etwas besonderes!

p3750478Die Stimmung war außergewöhnlich, das kleine Standesamt bis an den Rand mit Gästen gefüllt, die Geschichten glänzten in einer sehr guten Mischung aus Spannung, Humor, Mystik und Grusel.

Die Moderation des Abend lag in den Händen von Michaela Schreier und mir. Ich war wie immer ganz schön aufgeregt. Ich glaube, ich kann noch tausend Lesungen halten und/oder moderieren, das Lampenfieber bleibt! Aber vielleicht ist das auch ganz gut so. Dann verliert man nicht den Respekt vor der Situation und bleibt in der nötigen Anspannung!

Unser Dank gilt Frau Lagemann vom Burgmanagement für die tolle Organisation und das nette Miteinander, Cornelia Schmidt für ihre passende Bilderausstellung und Richard Erren für die musikalische Gestaltung.

DANKE auch an unsere Zuhörerinnen und Zuhörer – Sie waren ein tolles Publikum!
p3750484Und nicht zuletzt möchten wir uns bei unserem Gast Klaus Hegenwald bedanken, der die hier gezeigten Bilder gemacht hat, und sie uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat!

Auf dem unteren Bild von links nach rechts: Martina Lagemann, Maria Göthling, Cornelia Schmidt, Melanie Buhl, J.G. Lenz, Gudrun Strüber, Michaela Schreier, Barbara Merten, Richard Erren und Werner Heinemann.

Die Creativo gratuliert der Stadtbibliothek Duderstadt zum 40-jährigem Jubiläum

Am 23. September feierte die Stadtbibliothek Duderstadt ihr 40-jähriges Bestehen. Da passte es sehr gut, dass unser alljährliches Herbstlesefest an diesem Wochenende dort stattfand. Konnten wir doch gleich gratulieren.
Wir hatten extra zu diesem Anlass Texte verfasst, die in irgendeiner Weise mit der Zahl 40 zu tun haben.

dscf0067Petra Böning, Leiterin der Stadtbibliothek und Herr Bonitz von der Stadt Duderstadt Abteilung Bildung und Kultur, begrüßten uns und unseren Autorenkollegen und Liedermacher Richard Erren herzlich. Dann lauschten auch sie unseren Geschichten, Gedichten und Liedern.

Es wurde wieder einmal ein wunderbarer und stimmiger Abend. Tolle Vorträge, Lesungen und Musik. Sehr liebe neue Gäste und treue alte Bekannte lauschten unseren Ausführungen zum Thema „40“.

Ein besonderer Dank geht an das Team der Stadtbibliothek Duderstadt, die auch in diesem Jahr alles so professionell organisiert haben und natürlich der Stadt und dem Bürgermeister, für die Einladung in den schönen Bürgemeistersaal des Rathauses.

14370145_1227351147329102_6267164023932067114_nIn der Pause durfte am Büchertisch gestöbert werden!
Die Gäste waren überrascht, was wir für ein großes und abwechslungsreiches Buch-Sortiment zu bieten haben.
Es ergaben sich schöne Gespräche rund ums Buch und natürlich auch über die Stadtbibliothek und ihr Jubiläum.

Gern folgen wir auch der erneuten Einladung im nächsten Jahr wiederzukommen …

Lesung im Baumpark Rüdershausen

Am 15. September 2016 haben die Landfrauen Rhumetal in den Rüdershäuser Baumpark eingeladen, um einen neuen Baum zu pflanzen.

Im Rahmen der Feierstunde zu dieser Pflanzaktion hatten sie mich gebeten eine passende Geschichte zu lesen.
Sehr gern habe ich zugesagt und bin pünktlich mit meinem Bücherköfferchen im Baumpark aufgeschlagen.

Zuerst wurde der Baum gepflanzt. Es handelte sich um einen Eisenholzbaum der gewöhnlich in Persien wächst.

Anschließen haben wir es uns in der Schutzhütte des Baumparks bei einem Mitbring-Buffet gemütlich gemacht.

dsc04001Dann habe ich meine Geschichte „Erinnerung an einen Apfelbaum“ gelesen. Sie ist eine gekürzte Auskopplung aus meinem ersten Roman „Melodie der Ewigkeit“.

Obwohl ich gerade diese Geschichte in den vergangenen Jahren immer mal wieder gelesen habe, war es an diesem Abend etwas ganz Besonderes. Das Ambiente im Baumpark ist schon toll und durch die stimmige Gestaltung des Abends wurde es zu einem wunderbaren fast magischen Erlebnis.
Man hätte meinen können, die kleinen Apfelelfen aus meiner Geschichte wären aus ihren unterirdischen Verstecken gekommen hätten und sich unter die Zuhörerinnen gemischt.

Ich möchte mich ganz herzlich beim Landfrauenverein für diesen schönen Abend bedanken. Das war bestimmt nicht die letzte Lesung im Rüdershäuser Baumpark.

Auch das Eichsfelder Tageblatt war da und hat einen schönen Bericht verfasst.

Magisches und Mystisches

Anthologie
Herausgeber: Verein „Respekt für Dich – Autoren gegen Gewalt“

Taschenbuch
Erscheinungsjahr: 2016
280 Seiten
Preis: 11,90 €
ISBN: 978-3-903056572

Verlag: Karina Verlag, Wien

 

Diese Anthologie wurde vom Verein „Respekt für Dich – Autoren gegen Gewalt“ herausgebracht.  Die beteiligten Autorinnen und Autoren haben zugunsten der östereichischen  Gewaltopferhilfe auf ihr Honorar verzichtet.
Von mir findet ihr in diesem Buch einen Auszug aus meinem Roman „Avalons letzter Apfel“.

Im Roman „Avalons letzter Apfel“ geht es um die Priesterinnenausbildung auf der sagenumwobenen Insel der keltischen Mythologie – auf Avalon. Die Ausbildung von Luana, zur Priesterin der Großen Götting steht dabei im Vordergrund. Der Kapitelauszug in „Magisches und Mystisches“ beschreibt eine besondere Begebenheit bei der Luana an die Grenzen der Zeit gerät.

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Land ohne Zeit

Kurz vor Samhain bat Vivienne eines Abends um ein paar Galgantwurzeln, die nicht mehr in den Vorräten zu finden waren. Sie beschrieb Luana in etwa, wo sie diese finden konnte, und die junge Priesterin versprach, sich am nächsten Tag auf den Weg dorthin zu machen.
Gleich nach Sonnenaufgang begann sie ihre Wanderung. Sie folgte genau dem beschriebenen Weg. Aber irgendetwas war merkwürdig. Die Sonne schien keine Kraft zu haben und der Tag wollte nicht richtig beginnen.
Der Nebel auf dem See waberte nicht umher, sondern wirkte wie erstarrt. Zudem war sie noch müde, die Augen brannten und die Aufmerksamkeit fiel ihr schwer. Wurde sie etwa krank? Sobald sie zurück war, musste sie etwas ruhen, nahm sie sich fest vor.
Wie von fremder Hand geführt wandelte Luana auf dem schmalen Weg, der am Seeufer entlangführte. Leise plätscherten die Wellen über die dort liegenden Steine und verursachten durch ihr auf und ab ein monotones Geräusch. Der Nebel wurde spürbar dichter. Kaum konnte man noch ein paar Schritte voraus sehen. Die Herbstsonne drang immer schwerer durch den Nebel hindurch. Sollte sie umkehren? Nein, Vivienne hatte ihr eingeschärft, dass sie die Wurzel unbedingt heute noch bräuchte. Also weitergehen!
Die Luft wurde unangenehm feucht und kalt. Luanas Füße schienen den Weg zu kennen, denn ihre Augen hatten die Orientierung längst verloren. Nur manchmal meinte sie, der Nebel würde sich lichten. Dann konnte sie ein paar Schritte weit sehen und lief schneller voran. Der Weg machte nun eine Biegung. Plötzlich gewahrte Luana eine schemenhafte Gestalt, die an einen Baum gelehnt schien. Wer konnte das sein? Wer wagte sich noch an diesem unwirklichen Morgen vor die Tür? Oder war es etwa schon Mittag?
Die schattenhaften Umrisse des Fremden lösten sich vom Stamm und er kam auf die einsame Wanderin zu. Sie erschrak! Was nun? Fortlaufen?
Dann erkannte sie ihn!
Es war Ewan. Seit wann war er wieder zurück? Sie wollte erst fragen, aber aus irgendeinem Grund kam ihr kein Wort über die Lippen. Er blickte sie wie traumverloren an, sagte auch nichts, sondern fasste die junge Priesterin an der Hand und zog sie bestimmend hinter sich her. Diese verspürte grenzenloses Vertrauen zu dem Druiden und folgte ihm bereitwillig.
Gemeinsam folgten sie dem Pfad durch den Nebel, welcher kein Ende zu nehmen schien.
Wenig später hatte das Zeitgefühl Luana völlig verlassen. Mochten nun Minuten oder Tage vergangen sein, seit sie auf Ewan getroffen war – sie wusste es nicht. Der Druide sprach die ganze Zeit über kein einziges Wort. Auch die Priesterin schwieg. Es gab auch nichts zu sagen. Wo immer er sie hinführte,
es würde schon richtig sein! Sie fühlte, dass sie beide unter der vertrauten Macht der Göttin standen.
Nach Ewigkeiten des Wanderns meinte Luana endlich, ein Licht in der Ferne zu sehen. Sie drückte kurz Ewans Hand, und als der sich zu ihr umwandte, deutete sie auf die Lichterscheinung.
Er nickte unmerklich, da er es auch gesehen hatte. Dort war ihr Ziel, was auch immer es war!
Je näher die beiden kamen, desto mehr umgab sie dieses geheimnisvolle Licht. Ein leiser Gesang lag in der Luft und es duftete nach Maiglöckchen. Im Herbst eigentlich nicht möglich, aber – war es wirklich Herbst? Luana sah sich schlafwandlerisch um. Die Bäume trugen gleichzeitig Blüten und
Früchte. Manche Zweige lagen voller Schnee, andere setzten gerade zarte Knospen an. Welch merkwürdiges Land! …

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