Melanie Buhl

Autorin

Schlagwort: Rhumequelle

Lesung beim Quellenkonzert in Rhumspringe

Aus Ruma zu lesen, direkt an der Quelle, am Ort des Geschehens sozusagen, war während des Schreibens an diesem Fantasyroman immer ein Traum von mir. Nun ist er in großem Rahmen wahr geworden.

Erstmals in der Geschichte der Rhumspringer Quellenkonzerte sollte es dort eine Autorenlesung geben. Die Gemeinde Rhumspringe hatte mich eingeladen aus meiner „Ruma“ zu lesen. Ich würde die Zuhörerinnen und Zuhörer also am Ort des Geschehens, mit auf eine mystische Reise in die Welt der Rhumenixe nehmen. Ich war voller Vorfreude und höchst gespannt.

Nach wetter- bzw. krankheitsbedingten Absagen, fand am Sonntag, den 1. September endlich das vierte Event der 9. Rhumspringer Quellenkonzerte mit Lesung statt. Gemeinsam mit dem Harzklub Rhumspringe gestaltete ich den Nachmittag.

Trotz des recht kühlen Wetters und zahlreicher anderer Veranstaltungen in der Region, kamen an die hundert Gäste, um sich in der mystischen Stimmung der Rhumequelle einem musikalischen und literarischen Genuss hinzugeben.

Der Harzklub begann um 16 Uhr mit der Darbietung einiger Lieder zum Harzer Brauchtum. Es wurden zum Beispiel alte Berufe besungen und dargestellt. Waltraud Gottschlich verzauberte die Anwesenden mit ihrer Zithermusik.
Besonders passend zu Ruma waren ihre Titel „Die Gedanken sind frei“ und der „Gefangenenchor“ aus Verdis „Nabucco“.
War doch meine Fantasie ebenso so frei gewesen Ruma und dem Rüdershäuser Mahnehund eine Vorgeschichte zu geben, beide Sagen zusammenzuführen und ein erweitertes Ende zu verfassen. Und waren Ruma und Romar nicht auch Gefangene in ihren Schicksalen und Ruma in der Quelle?

Entsprechend eingestimmt kam ich an die Reihe. Ich las eine spannende Passage, die Kennern der alten Sage in Grundzügen bekannt vorgekommen sein dürfte.
Ich spürte, wie ich die Menschen in den Bann meiner Geschichte zog. War anfangs noch ein leises Gemurmel zu hören, verstummte es bald zu aufmerksamem Schweigen. Der Wind ließ nach und es wurde immer stiller rund um die Quelle. Das passend eingestellte Mikrofon erlaubte mir ganz locker und komfortabel mit der Betonung zu spielen und die dramatische Begegnung eindringlich zu lesen.
Auch die amtierende Rhumenixe, höchstpersönlich, Lena Marie Diederich war mit ihrer Elfe Lea Hehtke an Ort und Stelle. Beide lauschten gespannt meiner Geschichte und gaben mit ihrer Anwesenheit der Lesung einen mystischen Touch. Den Applaus empfand ich als äußerts berauschend und begeisterte Zuhörer, die mir im Anschluss ihre Eindrücke schilderten, unterstützten dieses Gefühl.

Danach nahm der Harzklub mit alten Weisen seine Reise durch den Harz und in die Natur der Quelle wieder auf, und ließ das spezielle Event ausklingen.

Ich möchte mich ganz herzlich für dieses schöne Erlebnis bedanken. Bei allen Gästen der Lesung, bei der Gemeinde Rhumspringe, beim Harzklub und bei meinen eigenen Helfern die mich so fleißig unterstützt haben.

Hier ein paar Bilder der Lesung. Zum Vergrößern klicken:

Geheimnis gelüftet

Jetzt ist es endlich raus! Das Geheimnis, um wen oder was es in meinem neuen Roman geht, habe ich nun endlich gelüftet!

Nachdem ich ungefähr vier Jahre an der Idee gefeilt, seitenweise Notizen gemacht und wieder verworfen habe, durfte ich vor einigen Wochen sagen: das Manuskript von 200 Normseiten ist fertig!
Naja … fertig soweit, dass momentan einige Testleser damit beschäftigt sind, mir ein Feedback zu geben, sowie Schwachstellen und Plot-Fehler aufzuzeigen. Und dann geht’s selbstverständlich noch zu meiner Lektorin …

Ja, aber worum geht es?

Wie ich schon einige Male angedeutet habe, geht es um eine regionale Sagengestalt. Eigentlich um mehrere 😉

Es ist … tadadaaaa …
die Rhumenixe
Ruma.
Und in weiteren Hauptrollen: der Riese Romar und der Rüdershäuser Mahnehund mitsamt seinem Herrn.

Inspiriert wurde ich bei einem der unzähligen Spaziergänge an der Rhumequelle. Dort hängt eine kleine Tafel, auf der mit wenigen Sätzen die Geschichte der traurigen Nixe, die der Quelle den Namen gab, zu lesen ist.

Diese Geschichte ist sehr kurz und ließ mir vieeel Platz für eigene Gedanken, Fantasien und Inspirationen. Warum ist das alles so gekommen? Warum nicht anders? Was passierte danach? Alles Fragen, die mich zum Schreiben motivierten.

Immer wieder bin ich zum Ort des Geschehens, der Rhumequelle gepilgert und hab Ruma nachgespürt. Wie hat sie gelebt? Hatte sie Eltern, Geschwister, Freunde? Wie hat sie die einzelnen Geschichten und Begebenheiten erlebt?

Wenn ich an der Quelle saß und ganz still war, dann kamen die Ideen ganz von allein, als würde Ruma mir dort ihre eigene Geschichte erzählen … es ist ein sehr mystischer Ort. Voller Magie …

Wer die Rhumequelle noch nicht kennt, sollte einmal dort hin wandern. Es lohnt sich, wie man auf dem Bild oben sieht!

Ja ­ und vor ein paar Tagen habe ich dann bei einer Lesung in Rhumspringe, den Landfrauen vom Rhumetal aus meiner Ruma vorgelesen. Sie, die die Originalgeschichte der Ruma in- und auswendig kennen, haben aufmerksam meiner Geschichte gelauscht. Sie sind sehr gespannt wie es weiter geht und möchten informiert werden, sobald das Buch erscheint.

Das wird aber leider noch ein bisschen dauern.
Wenn meine Testleser fertig sind, dann geht das Manuskript an meine Lektorin. Wenn alle Korrekturen und Veränderungen gemacht sind, folgt die Gestaltung des Covers und das Setzen des Textes vom Verlag.

Ich hoffe, dass einmal viele Leser Gefallen an Ruma finden werden.
Und wer weiß … vielleicht kommen diese Leser dann in unsere schöne Heimat, ins Eichsfeld, um selber auf den Spuren von Ruma zu wandeln …

Ich würde mich sehr darüber freuen, und Ruma auch!

 

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