Melanie Buhl

Autorin

Autor: Melanie Buhl (Seite 1 von 7)

Interview am Sonntag – mit Melanie Buhl

Auf dem Bücher-Blog von Ann-Bettina Schmitz „ABS Lese Ecke“ kann man seit dem 11. Juni ein Interview nachlesen, das die liebe Ann-Bettina mit mir geführt hat. Ich habe sie über die #Autorinnenzeit und Twitter kennengelernt.

Schaut doch mal rein:

Interview am Sonntag mit Melanie Buhl

Rezension „Das Leben ist kein ruhiger Fluss“ von Brigitte Isensee

Zwischen Zweifel und Gottvertrauen den richtigen Weg finden

In „Das Leben ist kein ruhiger Fluss“ beschreibt die Autorin Brigitte Isensee sehr anschaulich und mit klaren Worten ihren ganz persönlichen, spirituell geprägten Lebens-Weg. Sie schildert ihre anfänglichen Ängste und Zweifel, ob das alles wohl „normal“ ist, was sie erlebt. Später spricht unbedingtes Gottvertrauen aus jeder Seite.
Engel und Geistwesen begegnen ihr, lehren sie Dinge zu sehen und zu tun, die fast unglaublich scheinen. Anhand von Beispielen schildert sie spannende, traurige und manchmal auch lustige Begebenheiten.
Man mag das Buch, einmal angefangen, nicht wieder aus der Hand legen.
Diese vielen kleinen, wundersamen Begebenheiten, die jeder von uns kennt, die unglaubwürdig oder nur wie Zufall erscheinen, sieht man nach dem Lesen dieses Buches mit anderen Augen. Dabei ist es keineswegs abgehoben oder zu esoterisch.
Besonders haben mir die Lebensnahheit der Geschichten und die Ehrlichkeit der Autorin gefallen.

 

Klappentext:

Bis zu meinem 45. Lebensjahr führte ich mit meinem Mann und meinen beiden Kindern ein ganz normales Leben, mit allen Höhen und Tiefen.
Nach dem Tod meiner Eltern, und ganz besonders nach dem Tod meines Mannes wurde ich von der geistigen Welt aufgefordert einen neuen Weg zu beschreiten.
Dieser Kontakt intensivierte sich mit der Zeit immer mehr. Ich fing an Dinge zu sehen, die für andere Augen nicht sichtbar waren. Meine Engel und mein Geistführer begleiteten mich.
Mir begegneten verstorbene Menschen, deren Seelen erdgebunden waren, und die ins Licht wollten.
Ich absolvierte in den vielen Jahren eine regelrechte „Ausbildung“ mit immer größer werdenden Anforderungen. Die Geistige Welt stand und steht mir stets lehrreich und hilfreich zur Seite.

Taschenbuch: 218 Seiten; Erschienen im Fabuloso Verlag 2011
Preis: 12,80€
ISBN: 978-3935912631

Autorinnenzeit mit Ulrike Leinemann –
Das Interview

Interview für die #Autorinnenzeit mit Ulrike Leinemann – das Interview

 Treffender könnte man die Autorin Ulrike Leinemann kaum beschreiben – deshalb mit ihrer freundlichen Erlaubnis nun ihre eigene Vorstellung von ihrer Website:

Nach dem Studium der Literaturwissenschaft, der erfolgreichen Leitung dreier renommierter Verlagshäuser und zahlreicher Jahre als Lektorin hat sich Ulrike Leinemann nun entschlossen, selbst ein Buch zu schreiben – und was für eins!

Ulrike Leinemann ist natürlich ein Pseudonym. Die promovierte Naturwissenschaftlerin arbeitet für verschiedene Regierungen – als Agentin könnte man sagen.

Es wäre zu gefährlich – man hat es ihr tatsächlich untersagt – unter ihrem richtigen Namen zu veröffentlichen.

Ulrike Leinemann lebt und arbeitet mit ihrem Mann (***, hier können Sie jeden Namen einsetzen, der Ihnen gefällt und der ihrer Meinung nach zu Ulrike passt) und ihrem Hund Jack (natürlich heißt der Hund nicht wirklich Jack!) auf einer Farm im Lake Distrikt  in der Grafschaft Cumbria und widmet sich dort dem Naturschutz. Oder sie ist gerade im französischen Viertel in Buenos Aires und besucht ihren guten Freund, den Restaurantbesitzer Carlos, mit dem sie gerne über Fußball diskutiert.

Wenn sie nicht gerade schreibt, wandert sie gerne durch die Sierra Nevada oder durch den Regenwald Ugandas. Aber am allerliebsten ist sie an einem Platz, der hier nicht verraten werden soll. Es heißt, er sei irgendwo in Südniedersachsen – wo auch immer das ist!

Liebe Ulrike, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen für die #Autorinnenzeit zu beantworten.

 Was ist deine Motivation zum Schreiben?

Kann es etwas Schöneres geben als das Einem plötzlich eine neue Welt aus den Fingern rinnt und ein neuer Charakter über das Blatt spaziert, die Hände in die Hüften stemmt und sagt: „Hallo! Findest du nicht, dass es Zeit wird, etwas über mich zu schreiben?“

Für welche Zielgruppe schreibst du?

Früher gab es gar keine Zielgruppen. Da durfte jeder  lesen, was ihm gefiel. Und so halte ich es auch. Denn ich glaube, wenn ich mich zu sehr auf bestimmte Gruppen fokussiere, macht das etwas mit der Kreativität, meinen Gedanken und meinem Schreiben. Und dann bleibt die Frage: wozu soll ich mich einschränken?

Wo schreibst du besonders gerne?

Da ich fast in der Krone einer Linde wohne, schreibe ich dort auch am liebsten. Manchmal kommt eine kleine Blaumeise vorbei, schaut streng und kackt mir aufs Blatt.

Wie und wo findest du die Inspirationen zu Deinen Geschichten?

Die Inspiration gibt es einfach überall und im Überfluss. Manchmal ist es fast schon zu viel, dann bekomme ich die ganzen Gedanken gar nicht so schnell aufgeschrieben wie ich gerne würde.

Schreibst du gleich in den PC oder lieber erstmal auf Papier oder vielleicht noch ganz anders?

Ich schreibe auf Papier, ich schreibe im PC, ich kritzele auf Zettelchen, Bierdeckel, Einkaufsbons und diktiere Ideen auf mein Handy. Trotzdem geht vieles wieder verloren. Aber das macht nichts, dann schreibe ich eben etwas anderes. Mein Ideenreichtum ist unerschöpflich.

Hattest Du ein besonders Erlebnis auf einer Lesung oder einer Messe?

Ich hatte im letzten Jahr eine Lesung zum „Lamspringer September“ (eine Kulturveranstaltung in meinem Heimatort) und las aus „Sasaella Pimperlott und die Grüne Neune“. Da kam auch meine Grundschullehrerin. Sie hat einfach mitten im Kuchenbacken, ihre Schürze abgelegt und ist zu meiner Lesung gekommen. Sie meinte: ich hätte schon immer eine bunte Phantasie gehabt. Das war ganz Besonders für mich!

Wie entsteht der Kontakt zu deinen Lesern?

Das kann ich gar nicht so genau beschreiben. Ich glaube, ich bin eine sehr aufgeschlossene, bodenständige Person. Jeder kann mich alles fragen und mir alles sagen und das merken die Leute. Sowohl bei Lesungen als auch in den sozialen Netzwerken oder auf meiner Website: sasaella-pimperlott.de.

Wo liest du besonders gern? Oder wo magst du gar nicht lesen?

Ich lese gerne und ich glaube, ich mache das auch ganz schön. Meine Geschichten und meine Stimme passen gut zusammen und so kann ich überall lesen und für alle, einen schönen Augenblick entwickeln. Aber falls du meinst, ob ich selber lese, dann kann ich nur antworten: überall. Und ich lese unglaublich viel und gerne. Ich glaube, dass das unabdingbar ist, um zu schreiben. Wer nicht liest, der lernt auch nichts!

Wenn eines deiner Werke verfilmt werden würde, wer wäre dann die Top Besetzung für deine Hauptfigur? Oder wer wäre dein Wunsch-Regisseur?

Da meine Sasaella eine Bambuselfe ist, könnte vermutlich auch nur sie diese Bambuselfe spielen. Aber wenn es kein Animationsfilm werden würde, fände sich bestimmt irgendein wildes, freches Mädchen, die ihr ähnlich sieht. Und als Regisseur kämen verschiedene Leute in Frage: Chris Columbus, Alfonso Cuarón, Mike Newell und David Yates. Natürlich!

Möchtest du noch etwas sagen?

Ich möchte mich bei Melanie bedanken, die mir die Möglichkeit gegeben hat, dieses Interview zu geben und freue mich schon, euch bei einer meiner nächsten Lesungen zu treffen. Z.B. bei der Nacht der Kulturen in Göttingen am 10.6. zusammen mit Ameli Stock von Stockbuch.de. Oder auf meiner Website: Sasaella-pimperlott.de.

Vielen Dank!

 

Falls ihr mehr über Ulrike Leinemann und ihre Bücher wissen möchtet, hier könnt ihr sie kontakten:

Facebook: Ulrike Leinemann
Web: www.sasaella-pimperlott.de

Autorinnenzeit mit Michaela Schreier –
Das Interview

 Interview für die #Autorinnenzeit mit Michaela Schreier

Schon als Schulkind war das Schreiben die große Leidenschaft von Michaela Schreier. Ihre Aufsätze und Gedichte strotzten nur so vor Fantasy und Kreativität, so dass ein Weg in die literarische Berufswelt im Grunde vorprogrammiert war. Aber wie so oft im Leben, kommt man erst über Umwege an das gewünschte Ziel … Nach ihrer Ausbildung als Bürokauffrau arbeitete sie viele Jahre als Auftragssachbearbeiterin und schrieb nur in ihrer Freizeit. Erst nach der Geburt ihres Sohnes hing sie ihren Bürojob endgültig an den Nagel und begann ernsthaft mit dem Schreiben. Schnell hatte sie Erfolg: Auf verschiedenen Internetportalen konnte sie ihre Texterqualitäten unter Beweis stellen und fand sich schließlich in der Welt der „Schreiberlinge“ wieder. Die Bedenken, als so genannter „Quereinschläger“ überhaupt bestehen zu können, wurden rasch ausgeräumt. Mit der Veröffentlichung ihres ersten Buches „Das Jesusding“ erfüllte sie sich einen Traum, den sie bis heute weiterleben darf. Bis heute sind 4 eigene Kinderbücher entstanden. Darüber hinaus hat sie bei zahlreichen Anthologien mitgewirkt.

 

Liebe Michaela, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen für die Autorinnenzeit zu beantworten.

 Was ist deine Motivation zum Schreiben?

Lach! Ganz klar meine blühende Fantasie, die mir der Herrgott mit in die Wiege gelegt hat! Ich liebe Bücher sehr und habe schon in der Grundschule angefangen, selbst Geschichten und Gedichte zu schreiben. Mittlerweile bin ich froh, dass ich mit meinen Geschichten viele Menschen erreiche – und dass ich endlich damit ein bisschen Geld verdiene. 😉

Für welche Zielgruppe schreibst du?

Hauptsächlich für Kinder im Grundschulalter. Aber immer häufiger auch für Erwachsene und Jugendliche.

Wo schreibst du besonders gerne?

In Hotelzimmern – irgendwo in der Fremde! Da bin ich immer sehr kreativ und produktiv! Ich mag es auch in der freien Natur zu sitzen und ganz old school per Hand in eine Kladde zu schreiben. Aber da ertappe ich mich häufig, dass ich mich von der Schönheit meiner Umgebung ablenken lasse.

Wie und wo findest du die Inspirationen zu Deinen Geschichten?

Hauptsächlich im alltäglichen Leben. Aber auch in anderen Büchern oder in Filmen, die in mir „nachschwingen“ – sprich, die mich auf irgendeine Weise besonders berührt haben. Bei meinen Kinderbüchern ist es aber auch die Arbeit in den Grundschulen. Man muss Kindern nur gut zuhören, dann bekommt man die tollsten Ideen ganz automatisch und frei Haus geliefert. 😉

Schreibst du gleich in den PC oder lieber erstmal auf Papier oder vielleicht noch ganz anders?

Meistens sitze ich vor meinem PC und haue in die Tasten. Wie aber auch schon oben beschrieben, schreibe ich gern auch mal auf Papier. Vor allem, wenn ich mal wieder unterwegs bin.

Hattest Du ein besonders Erlebnis auf einer Lesung oder einer Messe?

Oh ja! Etliche! Eins ist mir aber ganz besonders in Erinnerung geblieben: Ich war mal in einer Schule für schwer erziehbare Kinder. Da haben 6 Kinder mit 3 Aufsichtspersonen in einem Klassenraum gesessen. Die „Rabauken“ hatten am Anfang natürlich überhaupt keine Lust auf eine Lesung. Doch innerhalb von fünf Minuten hatte ich sie in meinen Bann gezogen! Letztendlich haben sie sogar ihre große Pause sausen lassen, um mir weiter zuzuhören. Ein Junge hat mir sogar eine Woche später eine Geschichte zugeschickt, die er selbst geschrieben und illustriert hat. Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass ich so etwas Tolles aus ihm „heraus kitzeln“ konnte.

Wie entsteht der Kontakt zu deinen Lesern?

Facebook spielt bei mir eine sehr große Rolle! Als „kleiner“ Autor sind diese Medien meiner Meinung nach unheimlich wichtig, um bekannt zu werden. Aber auch mein recht großer persönlicher Bekanntenkreis hat mir am Anfang geholfen, meine Bücher in den Umlauf zu bringen. Drittes wichtiges Standbein ist meine Arbeit als Lesepatin und Leiterin einer Schreib- und Lese-AG in den Grundschulen.

Wo liest du besonders gern? Oder wo magst du gar nicht lesen?

Ich lese überall gern! Bei mir zu Hause liegen in jedem Raum Bücher, Berichte oder Zeitschriften, die ich irgendwie alle gleichzeitig lese. Wenn mich ein Buch richtig gepackt hat, dann halte ich es in der linken Hand, während ich mit der rechten im Kochtopf rühre … 😉

Wenn eines deiner Werke verfilmt werden würde, wer wäre dann die Top Besetzung für deine Hauptfigur? Oder wer wäre dein Wunsch-Regisseur?

Oh – das ist schwierig … Zumal ja die meisten meiner Buchfiguren Tiere sind. Mmmhh – ich könnte mir vorstellen, dass eine meiner Gruselgeschichten verfilmt werden könnte. Sie heißt „Das Waisenhaus des Schreckens“. Protagonist ist hier der Geistheiler Jake Carrington. Heath Ledger wäre meine Traumbesetzung – aber leider lebt dieser grandiose Schauspieler nicht mehr. Also würde ich mir Aviv Alsuh wünschen. Er hat mir in „Die Hütte“ außerordentlich gut gefallen!

Möchtest du noch etwas sagen?

Oh ja! Bitte, liebe Eltern, wenn ihr euren Kindern etwas Gutes tun wollt, DANN LEST IHNEN VOR! Am besten von Geburt an! Ermöglicht ihnen jederzeit den Zugang zu altersgerechten Büchern! Lasst abends mal den Fernseher aus und startet eine gemeinsame Leserunde, schön zusammengekuschelt auf dem Sofa. Das ist ganzheitliche Qualitätszeit für die ganze Familie!

Vielen Dank!

 

Falls ihr mehr über Michaela Schreier und ihre Bücher wissen möchtet, hier könnt ihr sie kontakten:

Facebook: Michaela-Schreier-Autorin

Web: www.schreibbuero-frank-schreier.de

Autorinnenzeit mit Barbara Merten –
Das Interview

Interview für die #Autorinnenzeit mit Barbara Merten

 Barbara Merten arbeitet als Erzieherin an einer Grundschule.
Ihr Mann Karl-Josef ist an einer Haupt- und Realschule als Lehrer tätig.
In ihren Kinderbüchern wollen beide die kleinen und großen Leser und Zuhörer anstecken, selbst die Natur zu entdecken und schätzen zu lernen.
Als echte „Naturfreaks“ sind sie am Liebsten in Wald und Flur unterwegs. Dort haben sie unzählige Geschichten erlebt, diese mit viel Fantasie und einer Portion Spaß geschmückt, fotografiert und in ihren Büchern einige davon niedergeschrieben.

 Liebe Barbara, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, meine Fragen für die #Autorinnenzeit zu beantworten.

 Was ist deine Motivation zum Schreiben?

Ich habe angefangen zu schreiben um Kindern die Augen zum Leuchten zu bringen. Inzwischen schreibe ich auch für Erwachsene. Es erfreut mich auch bei Ihnen sehr, wenn sie fesselnd an meinen Lippen hängen. Aber zusehends macht mir das Schreiben selbst, das in meine eigene Fantasiewelt eintauchen, am meisten Spaß. Dabei ist es egal ob ich mir für Kleine oder Große etwas ausdenke. Ich empfinde eine freudige Spannung bei jeder Geschichte, die ich beginne, weil ich sie Stück für Stück während des Schreibens entwickle und zu Beginn selbst nicht weiß, wie sie ausgeht.

 

Für welche Zielgruppe schreibst du?

Für Kinder und Erwachsene

 

Wo schreibst du besonders gern?

Am liebsten schreib ich allein zuhause an meinem Schreibtisch. Dort lenkt mich nichts ab. Aber in der Nacht entwickle ich meine Geschichten im Bett. Leider raubt es mir so manchen Schlaf. Darum liegt auf meinem Nachttisch ein kleiner Stift und ein Block. Wenn mich ein Gedanke in der Nacht überfällt, kann ich ihn gleich aufs Papier bannen und muss nicht fürchten, ihn bis zum Morgen zu vergessen.

 

Wie und wo findest du die Inspirationen zu deinen Geschichten?

Manchmal sind es nur kurze Aussagen von Mitmenschen, manchmal inspiriert mich die Natur auf einer Wanderung. Es gibt tausend Gelegenheiten und ich möchte keine ausschließen.

 

Schreibst du gleich in den PC oder lieber erstmal auf Papier oder vielleicht noch ganz anders?

Bei Kurzgeschichten schreib ich gleich in den PC. Bücher erfordern mehr Recherche. Darum beginne ich mit einem Stift und Papier und mache für mich ein Brainstorming, entwickle die einzelnen Personen und ihre Charaktere …. Ist die Vorarbeit für mich zufriedenstellend, setze ich mich an den PC.

 

Hattest du ein besonders Erlebnis auf einer Lesung oder einer Messe?

Die schönsten Erlebnisse hab ich, wenn ich verkleidet als alter Eichenbaum, Sternenhimmel oder mit roten Stiefelchen und Kastanienblattschmuck als der Kastanienmann Kastan-Joe zu einer Lesung gehe. Komme ich nach einem oder manchmal zwei Jahren wieder in eine Schule und die Kinder rufen schon von weitem: „Bist du nicht der alte Baum?“ oder „Ich kenne dich! Du bist doch der alte Mond, der immer montags auf die Erde kommt!“, oder „Ist Kastan-Joe jetzt ein großer Baum?“; dann weiß ich, dass ich die Kinder mit der Geschichte erreicht habe. Das macht mich sehr glücklich.

 

Wie entsteht der Kontakt zu deinen Lesern?

Bei mir entsteht der Kontakt zum Leser schon bei der Begrüßung durch die Vorstellung und die freundliche Begegnung und Wertschätzung der Zuhörer. Ich versuche sie anzuschauen, so wie sie es bei mir tun. Wenn ich spüre, dass sie sich ganz auf mich und die Geschichte einlassen, können wir zusammen eintauchen in meine Fantasiewelt. Das ist für mich eine sehr intime Situation, in der man dem Gegenüber nur, wenn man sich öffnet, begegnen kann. Aber das macht es aus. Von so einer Lesung geh ich erfüllt nach Haus.

 

Wo liest du besonders gern? Oder wo magst du gar nicht lesen?

Am liebsten im Liegestuhl im Garten bei Vogelgezwitscher und Blumenduft.

 

Wenn eines deiner Werke verfilmt werden würde, wer wäre dann die Top Besetzung für deine Hauptfigur? Oder wer wäre dein Wunsch-Regisseur?

Das ist schwierig. Eine Topbesetzung hab ich nicht. Meine Figuren, ob für Kinder oder Erwachsene haben ein Eigenleben. Die Besetzung würde ich einem Regisseur überlassen, der meine Geschichten so versteht, wie ich sie ‚erlebe‘. So war es auch bei meiner Geschichte: „Wie das Lachen nach Friedenesien kam“. Die Illustratorin hat es verstanden meine Empfindungen zu Papier bringen. So würde ich mir das auch für einen Film wünschen.

 

Möchtest du noch etwas sagen?

Ich möchte allen meinen Lesern und Zuhörern ganz herzlich danken! Nur durch sie leben meine Geschichten. Das ist toll und mehr als ich erwartet habe, als ich mit dem Schreiben begann.

 

Vielen Dank, Barbara!

 Falls ihr mehr über Barbara Merten wissen möchtet, hier ihre Kontaktdaten:

Barbara Merten
Klappenweg 17
37115 Duderstadt
05527 5917

BarbaraMerten@gmx.net

www.naturblende.de

 

Die Veröffentlichungen von Barbara Merten

Als Nussi Horn ihr Gedächtnis verlor / Merten, ab 5 Jahre

ISBN 978-3-935912-68-6        11,00 €

Die alte Eiche erzählt aus ihrem äußerst spannenden und interessanten Leben mit den Tieren auf einer Waldwiese…

Acht lustige Geschichten mit Fotocollagen zum Vor- und Selberlesen. Für kleine und große Naturliebhaber.

 

Kastan-Joe  –  Warum bist du? / Merten, ab 5 Jahre

ISBN 978-3-935912-78-5        12,80 €

Der kleine Kastanienmann Kastan-Joe macht sich forschend auf die Suche nach dem Sinn des Lebens…

Ein lustiges, aber auch nachdenklich stimmendes Buch mit Naturfotos. Für Kinder und Erwachsene, die nach Antworten des Lebens suchen.

Neu! Auch als Hörbuch bei B.Merten erhältlich

 

Was macht Herr Mond am Montag? / Merten, ab 5 Jahre

ISBN 978-3-935912-89-1        12,80 €

Der alte Herr Mond ist unzufrieden. Jede Nacht warten die Sterne auf neue Geschichten. Aber wie soll er Spannendes und Interessantes erzählen, wenn im Himmel nichts Neues passiert? Vom vielgereisten Wettermann gut ausgestattet, tritt er schließlich seinen ersten Flug zur Erde an ….

 

Alles Fischer Bd.1 / Merten, 7-10 Jahre

ISBN 978-3-935912-97-6        12,80 €

Ziemlich verschieden sind die vier Kinder der Fischers. Aber wenn´s drauf ankommt, halten Phil, Flo, Ben und Kati wie Pech und Schwefel  zusammen. Dabei sind manche Probleme gar nicht so einfach zu lösen.

Abenteuer mitten aus dem Alltag einer ganz liebenswert normalen Familie.

 

Die Farbenschlange / Merte, 4-8 Jahre

ISBN 978-3-945346-34-1        10,50 €

Begleite das kleine Schlangenkind auf seinem Weg in ein Leben voll bunter Farben und Abenteuer ….

Neuauflage! Als Mitmachbuch mit tollen Naturfotos und kleinen Bildchen im Text zum Mitlesen.

 

Wie das Lachen nach Friedenesien kam / Merten / Bilder: Eastwood, ab 4 Jahre

DIN A5 Heftform        3,00 €

Weil in seinem Land nur Zank und Streit herrschen, beschließt das ‚Fröhliche Lachen‘ schweren Herzens fort zu gehen. In Friedenesien trifft es Friedolin. Zusammen mit den Freunden Frieda und Friedus schmieden sie einen Plan: Frieden machen kann nicht Jeder – Aber ICH!

Eine mitreißende Geschichte vom Frieden, der möglich ist, wenn alle mittun.

 

Kinderanthologie:

Der alte Baum in Carolinas Garten,  5-10 Jahre

Hrsg. Creativo ISBN 978-3-935912-94-5       11,80 €

In Carolinas Garten, da steht ein Wunderbaum,

hängt voller dicker Nüsse.

Ich weiß, dass ist kein Traum.

Ganz viele Creativos, die knacken Nuss für Nuss,

und zieh´n heraus Geschichten.

Lies selbst! Ein Hochgenuss!

 

Mordsgeschichten aus dem Eichsfeld und anderswo, für Erwachsene

ISBN 978-3-945346-48-8        9,80 €

Eine Sammlung von spannenden, skurrilen, aber auch humorvollen Krimis.
Die Autoren und Autorinnen lassen in ihren Heimatorten morden, rauben und betrügen. Dialekte und Mundarten fehlen dabei ebenso wenig wie die berühmte Eichsfelder Mettwurst.

 

Fachwerkgeflüster aus dem Eichsfeld und anderswo, für Erwachsene

erscheint im Herbst 2017 Hrsg. Creativo

Eine Sammlung von spannenden, unterhaltsamen Geschichten rund ums Thema „Fachwerk“.

Von Autoren/Innen der Creativo geschrieben.

 

Die Bücher von Barbara Merten gibt es:

in allen Duderstädter Buchhandlungen

auf Bestellung: in jeder anderen Buchhandlung, übers Internet bei Amazon

Oder direkt bei der Autorin. Kontaktdaten siehe oben.

 Buchungen für Lesungen / Erzähltheater mit dem Kamishibai in Kitas, Grundschulen, u.a. nach Vereinbarung

#Autorinnenzeit – die Aktion

Tag 1
Ich beginne die Aktion #Autorinnenzeit mit meinem Lieblingszitat aus meinem Lieblingsbuch „Die Nebel von Avalon“ von der begnadeten Autorin Marion Zimmer Bradley:

„Bedenke gut, was du dir wünschst, es könnte wahr werden.“

Marion Zimmer Bradley

Habt ihr auch solche Sätze und Zitate aus Büchern die euch nicht aus dem Kopf gehen?

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Tag 2
Weiter geht’s mit der #Autorinnenzeit
Heute möchte ich euch ein tolles Buch meiner Kollegin Michaela Schreier vorstellen. Sie ist freie Autorin und hat schon so einiges im Fabuloso Verlag veröffentlicht.
Meine ausführliche Rezension findet ihr hier!

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Tag 3
Für die #Autorinnenzeit von heute habe ich mir mal angesehen, welche Autorinnen ich als Kind bevorzugt habe.

Hier also mein Kinderbücherregal von damals:
Enid Blyton, Astrid Lindgren, Christine Nöstlinger, Martha Schlinkert, Johanna Spyri und Else Ury.
Wer kennt die noch?

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Tag 4
Heute habe ich ein paar Autorinnen um eine Interview gebeten.

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Tag 5
Heute habe ich die ersten Rückmeldungen für die Interviews erhalten.

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Tag 6
Hier nun das erste Interview mit Barbara Merten!

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Tag 7
Mein meistgelesenes Buch ist „Winnetou &Tapferes Herz“ von der unvergessen Friederike Chudoba. Ich habe es ca.30x gelesen.

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Tag 8
Heute hat die Autorin sich für sich selbst Zeit genommen: auch Autorinnenzeit 😉

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Tag 9
Erbstücke von meiner Oma! Gwen Bristow mit ihren Romanen aus der frühen amerikanischenGeschichte hat mich sehr beeindruckt.

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Tag 10
Eine weitere begnadete Autorin bereichert mein Bücherregal! P.C. Cast und ihre Partholon-Saga zog mich mächtig in ihren Bann!

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Tag 11
Eine bewundernswerte Autorin ist für mich D.C.Fontana. Sie schrieb einige der besten StarTrek Folgen! Chapeau!

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Tag 12
Ich war heute zur Lesung von zwei Autorinnen und einem Autor. Schön, auch mal nur Zuhörer zu sein und einfach genießen. Sehr schöne Lesung, hat mir gut gefallen
Von links nach rechts: Maria Göthling, Werner HeinemannFrau Gottschalk vom  Theater Der Nacht und Gudrun Strüber

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Tag 13
Buch von einer Autorin gekauft! Mystische Geschichten von Maria Göthling. Die Lesung daraus hat mir gestern sehr gut gefallen. Bin nun ordentlich gespannt auf die anderen Geschichten.

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Tag 14
Da heute Muttertag ist, habe ich auf Facebook, Twitter und Google+ gefrage welche Autorinnen von euren Müttern oder Großmüttern gelesen wurden.

Meine Oma las viel von Utta Danella, Anne Golon und natürlich wie schon vorher erwähnt Gwen Bristow!

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Tag 15
Heute nun das Interview mit Michaela Schreier!

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Tag 16
Mein allererstes selbstgelesenes Buch hat noch immer einen Ehrenplatz im Regal. Es heißt: „Anni und ihr Schutzengel“ geschrieben von Sabine Boehringer 😍
Ich habe es von einer Freundin zum 7. Geburtstag bekommen. Die Freundin ist leider vor ein paar Jahren gestorben. Das Buch ist nun umso mehr kostbare Erinnerung!

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Tag 17
Zur heutigen #Autorinnenzeit möchte ich euch noch ein paar lesenswerte Klassiker aus meinem Regal zeigen. Auch alles Erbstücke meiner Oma!

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Tag 18
Und noch ein Interview – heute mit Ulrike Leinemann!

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Tag 19
Heute möchte ich euch für die #Autorinnenzeit ein Buch einer lieben Kollegin vorstellen. Sie hat es nach dem Tod ihres Mannes geschrieben. Es ist sehr ergreifend und spirituell, was sie erlebt hat, aber lest doch einfach die ausführliche Rezension von „Das Leben ist kein ruhiger Fluss“ von Brigitte Isensee.

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Tag 20

In unserer Autorengruppe „Creativo“ haben wir mit 13 Autorinnen einen leichten weiblichen Überhang. Schaut doch mal, was wir so alles machen:
Creativo – Initiativgruppe für Literatur, Wissenschaft und Kunst

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Tag 21

Heute möchte ich euch in der #Autorinnenzeit ein weiters, ganz besonderes Büchlein meiner lieben Kollegin Barbara Merten vorstellen.  Fremde werden zu Freunden der kleinen Schlange.

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Tag 22

Pause für die Autorin 😉

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Tag 23

Heute hat sich aus der „Autorinnenzeit“ das Netzwerk Nornennetz gebildet. Es ist auf Twitter und Facebook aktiv.

Hallo Welt! Hier twittert das frisch gegründete Netzwerk der deutschsprachigen Fantastik-Autorinnen.

Netzwerk der deutschsprachigen Fantastik-Autorinnen bei Facebook!

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Tag 24, 25, 26, 27, 28 und 29

Die Autorin hat eine Pause eingelegt und ein wunderbares Familienfest gefeiert!

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Tag 30 und 31

An den letzen beiden Tagen habe ich in der #Autorinnenzeit meine eigene Website und meine Amazon-Autorinnen-Seite vorgestellt.

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Nun ist die #Autorinnenzeit im Mai vorbei. Ich hatte viel Spaß dabei, viele neue Follower auf Twitter  erhalten und folge selbst neuen Twitterern aus der Bücherwelt.
Im Nornennetzwerk findet die #Autorinnenzeit eine würdige Nachfolgeorganisation. Danke, dass ihr so lange dabei gebleiben seid. *)

Autorinnenzeit Mai 2017 – Was ist das?

Der Autor Sven Hensel hat eine tolle Aktion ins Leben gerufen.

Sven Hensel:
Wirf einmal einen Blick in dein Bücherregal, bitte. 

Wie viele dieser Bücher wurden von Männern und wie viele von Frauen geschrieben? In den meisten Haushalten wird das Verhältnis stark zu Gunsten der Herren ausgehen und auch in der Schule sind es vor allem männliche Autoren, die Schüler und Schülerinnen als erste Kontakte in die literarische Welt dienen.

Hier gehts zum Weiterlesen zu Svens Hensels Website

Um das zu ändern sollen einen ganzen Monat lang Autorinnen und ihre Bücher im Fokus stehen. Mir gefällt diese Aktion, daher mache ich gern mit. Ich werde also jeden Tag etwas von Sven Hensels Vorschlags-ToDo-Liste posten. Hier auf meiner Website, auf Facebook, Google+ und Twitter und immer unter dem Hashtag #Autorinnenzeit!

Ach ja, damit ihr wisst, was euch in etwa erwartet, hier die Vorschlags-ToDo-Liste von Sven Hensel als PDF:
Autorinnenzeit Liste

 

Was könnte wichtiger sein?

Es gibt so vieles, das uns heute in unserem hektischen Alltag, so immens wichtig erscheint.
Aber ist es das auch? Was ist wirklich wichtig?

Rezension
„Spock und ich – Mein Freund Leonard Nimoy“ von William Shatner

Gerade eben habe ich dieses wunderbare Buch über eine besondere Freundschaft zu Ende gelesen und war sehr beeindruckt. Und das nicht nur weil ich ein großer Star Trek Fan bin!
Sollte es tatsächlich jemanden geben, der William Shatner und Leonard Nimoy nicht kennt – das sind die Darsteller von Captain Kirk und Mr. Spock aus der Star Trek Originalserie von 1966-1969 und den sechs Kinofilmen mit der Original Crew der USS Enterprise.

Geschrieben von William Shatner, berichtet das Buch zuerst darüber, wie sich die Karrieren der beiden Schauspieler ziemlich ähnlich entwickelten, bis sie sich dann bei den Dreharbeiten zu Star Trek kennenlernten. Nach anfänglicher Skepsis auf Seiten Shatners, er konnte es zuerst nicht verstehen, dass Nimoy als Spock mehr Aufmerksamkeit von den Zuschauern erhielt, als er selbst in der Hauptrolle des Draufgängers Kirk, wuchs eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden jungen Schauspielern.

Von da an standen sie sich, ähnlich wie Kirk und Spock, in den Abenteuern des Lebens bei. Scheidungen, Schicksalsschläge und manch andere Lebenskrise schweißten sie immer fester zusammen. Shatner bezeichnete Nimoy gern als „Brother from another mother“ und unterstrich damit, wie wichtig sein Freund stets für ihn war.

Die Jahre gingen mit gemeinsamen und einzelnen Projekten dahin. Sie traten beispielsweise gegenüber den Verantwortlichen bei Paramount gemeinsam auf und kämpften um eine höhere Gage für sich selbst und die restlichen Star Trek-Schauspieler. Leonard Nimoy hatte eine Zeitlang schwer damit zu kämpfen in der Öffentlichkeit nicht als Nimoy, sondern überwiegend als Spock erkannt zu werden. Irgendwann gestand er sich ein, wie viel Spock in Nimoy steckte und umgekehrt und dass eine strikte Trennung nicht möglich wäre. Shatner kam mit dem Ruhm besser klar. Er war nicht so nachdenklich und tiefgründig wie sein Freund Leonard.

Shatner schildert mit ehrlichen Worten die Höhen und Tiefen ihrer beider Leben. Er lässt nichts aus, auch die Alkoholprobleme seines Freundes werden thematisiert. Eines Tages erfuhr William Shatner von Leonards Krankheit. Nimoy hatte COPD, eine schwere Lungenkrankheit.
Wie die beiden und ihre Familien damit umgegangen sind, schildert Shatner sehr eindrucksvoll.
Unterstützt wurde er beim Schreiben dieses Buches von Weggefährten aus der Filmbranche aber auch von Adam Nimoy, Leonards Sohn. Am Ende berichtet Shatner, sehr traurig, über einen Zwist den die beiden nicht mehr beilegen konnten.

Wie wir ja alle 😉 wissen, starb Leonard Nimoy am 27. Februar 2015. Er hinterlässt eine große Lücke bei seiner Familie und seinen Freunden. Auch die Fans werden ihn und seine Interpretation des emotionslosen Vulkaniers Spock niemals vergessen. William Shatner schließt das Buch mit:

LLAP, mein Freund, mein lieber, lieber Freund.

Dieses Buch ist eine wunderbare Hommage an einen bemerkenswerten Menschen und eine besondere Freundschaft.
Es ist absolut lesenswert! Nein – es ist, um es mit Spocks Worten zu sagen – faszinierend!

„Spock und ich – Mein Freund Leonard Nimoy“ ist 2016 im Heyne Verlag erschienen und hat 301 Seiten.
ISBN 978-3-453-201439

Cosplayer unerwünscht?

Leider konnte ich in diesem Jahr nicht zur Leipziger Buchmesse fahren. Umso wichtiger war es mir, in den Medien und Sozialen Netzwerken zu verfolgen, was sich so tat.
Es gab interessante Videos von Preisverleihungen und Lesungen zu bestaunen, jede Menge tolle Bilder und Berichte. Sie waren zwar nur ein schwacher Trost für einen begeisterten Messebesucher wie mich, aber besser als nichts!

Und dann – nach der Messe, gab es plötzlich andere Töne. Es ging ein empörter Aufschrei durch die Cosplayer-Gemeinde! Der SWR-Literaturredakteur Carsten Otte wetterte in seinem Nachlese-Artikel darüber, dass die Cosplayer nicht zu der „neuen Ernsthaftigkeit im Literaturbetrieb“ passten und damit in Zukunft von der Messe ausgeschlossen werden sollten!
In seinem Artikel bezeichnet Herr Otte die Manga-Convention, die seit Jahren zeitgleich mit der LBM stattfindet, als „Klamauk und kulturindustriellen Hokuspokus“.

Nun kann man sich über Geschmack ja bekanntlich streiten, aber ist das reine Geschmackssache? Ich denke nicht!
Cosplayer sind Menschen die ihre Liebe zu fantastischen Geschichten dadurch ausdrücken, dass sie sich aufwendige Kostüme schneidern, faszinierende Masken basteln und mit weiteren Utensilien bestückt in die Rollen ihrer liebsten Protagonisten und Antagonisten schlüpfen. Ich meine, das ist gelebtes Fan-Sein und eine besondere Form von Kunst!

Mangas und Animes als Klamauk zu bezeichnen zeugt von Intoleranz einer anderen Kultur gegenüber. Es sind japanische Comics, bzw. Animationsfilme, die man mag oder auch nicht. In Japan gehören sie zum Kulturgut und haben sich in den letzten Jahren zum kulturellen Exportgut entwickelt. Sie haben bestimmte Stilelemente und Erzählformen und sind weit entfernt von Klamauk!

Aber es sind nicht nur Mangafiguren die von den Cosplayern dargestellt werden. Ich bin auch schon Gandalf dem Grauen aus dem „Herrn der Ringe“ auf der Messe begegnet. Dieses Werk von J.R.R. Tolkien ist zwar keine „ernsthafte Literatur“ aber dennoch ein anerkannter Klassiker. Star Trek Fans (Trekkies) sind seltener, aber auch sie habe ich schon angetroffen, genauso wie einige Aliens oder Rotkäppchen. Die Liste ist lang und bunt!

Nun stößt sich Herr Otte besonders an den „nackten Hasen“.
Ganz ehrlich? Ich finde die Verkleidungen faszinierend, manches sehr gewagt, aber nackt war noch niemand den ich gesehen habe. Im Sommer in der Fußgängerzone sieht man mindestens genau so viel Haut wie auf einer Manga-Convention. Leider nicht immer so hübsch verpackt, wie bei einem Cosplayer. Da scheint Herr Otte eine recht verklemmte Ansicht zu haben.

Herr Otte hat zudem vergessen, dass Mangas und andere Comics auch Bücher sind! Zwangsläufig müssen Cosplayer auch Leser sein!
Er scheint in einer hochtrabenden Weise zu glauben, es gäbe richtige und falsche Literatur!

Bessere und schlechtere mag es geben, aber was gefällt liegt doch im Auge des Betrachters.
Ich habe schon Bücher gelesen, die eine tolle Geschichte erzählten, aber voller Rechtschreibfehler waren. Und es gibt unzählige Bücher, die annähernd (100% fehlerfrei gibt es nicht) korrekt geschrieben und professionell hergestellt wurden und mich trotzdem kalt ließen. Im Zweifel würde ich mich immer für die bessere Geschichte entscheiden.
Für mich ist ein Buch ein gutes Buch, wenn es mich fesselt, wenn ich darin in fremde Welten entführt werde. Am besten ist, wenn ich noch etwas Tiefgründigkeit und Weisheit darin finde.
Andere lieben Anderes. Gut so!

Ich finde das Leben und die momentane politische Lage sind schon ernst genug. Da mag ich, zumindest zur Entspannung und Unterhaltung, nicht auch noch etwas Ernsthaftes lesen.
Wenn ich mich über spezielle Dinge informieren will, lese ich zwar auch die entsprechenden (Sach-)Bücher, aber richtige und falsche Literatur gibt es für mich nicht.

Leben und leben lassen, das ist wahre Toleranz! Wenn es nur noch ernsthafte Literatur gäbe, und wenn die Cosplayer von der LBM verbannt würden, was wäre das für eine traurige und einseitige Bücherwelt!

Der Artikel von Carsten Otte kann hier nachgelesen werden.

Es gibt im Netz noch viele Antworten auf Herrn Ottes Bericht, hier eine kleine Auswahl:

Die Arroganz der grauhaarigen alten Männer – von Lena Falkenhagen

Auch nackte Hasen sind politisch – von Margarete Stokowski

Nachtrag:

Die Veranstalter der Leipziger Buchmesse haben inzwischen auch ein Statement dazu abgegeben.

Hier könnt ihr es nachlesen!

Dem kann ich nur beipflichten. Und es bleibt zu hoffen, dass sich an dieser Meinung der Veranstalter nichts ändert!

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